Bild 01: Produktionsumfeld: Unterschiedliche Maschinengenerationen in einem komplexen Set-up – perfekt geeignet für den flexiblen Einsatz von Ubique (Quelle: TTTech Digital Solutions)
Im Alltag läuft vieles auf Sicht: Maschinen arbeiten, aber schöpfen im Betrieb nicht immer aus dem Vollen. Es hakt im Ablauf, Stillstände wiederholen sich, ohne dass ihre Ursachen klar sind. Gleichzeitig steigt der Druck: mehr Varianten, kürzere Durchlaufzeiten, höhere Anforderungen an Qualität und Liefertreue. Um die eigene Marktposition auszubauen, braucht es eine transparente Sicht auf die Daten einer Maschine während des Betriebs, sozusagen vom Sensor bis zur Cloud.
Nilpeter [1], ein weltweit führender Hersteller von Druckmaschinen, wollte seinen Kunden genau diese Durchgängigkeit schaffen. Der Maschinenbetreiber soll alle Hebel in die Hand bekommen, um vorausschauend, je nach Produktionsauftrag die Maschinen optimal nutzen zu können. Die Lösung: volle Transparenz über Maschinendaten – einfach integriert, sicher skaliert (Bild 2).
Ein oft übersehener Hebel: die eigenen Daten
Unternehmen investieren in neue Maschinen oder optimieren Teilprozesse – und übersehen einen Hebel, der längst vorhanden ist: die in der Maschine erzeugten Daten. Diese bleiben nicht selten ungenutzt. Mal fehlen Schnittstellen, mal die Zeit zur Auswertung. Doch genau diese Daten helfen, die Produktion ezienter, robuster und planbarer zu gestalten.
Condition Monitoring oder Predictive-MaintenanceSysteme sind vielerorts installiert. Diese greifen jedoch nicht nativ auf die Daten der Maschine zu, sondern brauchen Gateways, um vorverarbeitete Daten zu speichern und auszuwerten. Ein durchgängiger Blick auf das Ganze fehlt: Es ist schwer nachvollziehbar, wie einzelne Prozessschritte sich gegenseitig beeinflussen, wo Kettenreaktionen zu Engpässen oder Stillständen führen – und wie all das zeitlich zusammenhängt, etwa im Mikrosekundenbereich.
Vom Maschinenbauer zum Effizienzpartner im Lebenszyklus der Maschinen
„Wir sehen eine Zukunft des Dark-Factory-Betriebs, in der Druckmaschinen vollständig autonom arbeiten oder von einer einzigen Person bedient werden, die mehrere Maschinen gleichzeitig überwacht. Die Einführung unserer Digitalisierungslösung ist der erste Schritt, um die Effzienz der Maschinen zu steigern und den Weg für weitere Innovationen zu ebnen. Nilpeter hat lange nach geeigneten Technologien und Produkten gesucht – mit Ubique setzen wir nun auf das einzige Produkt am Markt, das die vollständige Durchgängigkeit vom Sensor bis zur Cloud ermöglicht und zugleich die Integration eigener Services erlaubt“, sagt Carsten Clemensen, Chief Technology Offcer bei Nilpeter (Bild 3).
Nilpeter verfolgt ein klares Ziel: Kunden nicht nur exzellente Maschinen zu liefern – sondern ihnen zu helfen, deren Potenzial voll auszuschöpfen. Maschinen allein reichen nicht mehr. Gefragt sind Lösungen, mit denen sich Prozesse sichtbar machen, analysieren und gezielt optimieren lassen.
„Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, das Beste aus ihrer Produktion herauszuholen – nicht nur durch unsere Maschinen, sondern durch intelligente Datennutzung“, erklärt Peder Pedersen, Head of Automation bei Nilpeter (Bild 4). „Mit Ubique fanden wir eine Lösung, die genau das möglich macht – offen, skalierbar und einfach integrierbar.“
Nilpeter suchte eine Lösung, um Maschinendaten vom Sensor bis zur Cloud durchgängig und in Echtzeit zu erfassen, zu visualisieren und für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar zu machen. Die Integration in bestehende Infrastrukturen, flexible Erweiterbarkeit und Nutzerfreundlichkeit vom Bediener bis zum Management waren zentrale Anforderungen.
Entscheidend war für Nilpeter eine Architektur, die auch die Einbindung beliebiger Drittanbieter-Software problemlos ermöglicht.