Die Erforschung natürlicher Kältemittel

Bild 02: Der piezoresistive Transmitter 33X mit digitaler Kommunikation (Quelle: Re/genT)
Kohlenstoffdioxid hat einen GWP-Wert von 1, der Wert von HFKW ist 124- bis 22 800-mal größer. Im Fall von Leckagen ist der Treibhauseffekt beim natürlichen Kältemittel CO2 somit viel geringer und in dieser Hinsicht eine ideale Alternative zu den synthetischen Mitteln. Der Nachteil ist, dass Kohlenstoffdioxid bei Kältesystemen einen extrem hohen Druck erzeugt und dadurch eine geringe Effizienz hat.
Andere natürliche Kältemittel, wie Isobutan oder Propan, haben den Nachteil, dass sie brennbar sind. In Amerika wollte man lange Zeit nicht mit brennbaren Kältemitteln arbeiten, weshalb vorwiegend an CO2-Lösungen geforscht wurde. Da aber der Energieverbrauch erste Priorität in der Forschung und Entwicklung hat, wird langsam auch dort auf brennbare Kältemittel umgestellt, beispielsweise für Haushaltskühlschränke und kleine Kühlgeräte im Einzelhandel. Diese Umstellung von HFKW auf HK erfordert viel Entwicklungsarbeit – nicht nur in Bezug auf die Sicherheit.
Die Berechnung des Energieverbrauchs und der Einfluss des Kältemittels werden mit einem TEWI-Wert (Total Equivalent Warming Impact) angegeben, der äquivalenten gesamten Erwärmungswirkung. Der Energieverbrauch kann mit folgenden Faktoren verändert werden:
- Der Verdichter entzieht dem Gerät Wärme.
- Die Isolierung kann in verschiedenen Stärken und Arten angebracht werden.
- Eine gute Wärmeübertragung sorgt für einen möglichst geringen Temperatur- und Druckunterschied zwischen der kalten und der warmen Seite des Kühlsystems, was den Energieverbrauch des Verdichters verringert.
Mit der Regulierung des TEWI-Wertes lassen sich kreative Lösungen für alle Anwendungen in der Kältetechnik finden.
Modernisierte und globalisierte Prüfnormen
Re/genT spielt nicht nur in der weltweiten Entwicklung des Energieverbrauchs der Kältetechnik eine tragende Rolle, sondern auch bei der Prüfung und Verifizierung von neuen Energieetiketten und den Ökodesign-Anforderungen.
Es zeigte sich, dass sich Kühlschränke unter Standard-Testbedingungen anders verhalten als im täglichen Gebrauch. Früher wurde nur bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C getestet. Heute testet Re/genT bei zwei verschiedenen Temperaturen von 16 °C und 32 °C. Die unterschiedlichen Testergebnisse bei diesen beiden Temperaturen ermöglichen eine realistische Auswertung für den täglichen Energieverbrauch.
Früher wurde überall auf der Welt nach unterschiedlichen länder spezifischen Normen getestet. Die IEC-Normen haben dazu geführt, dass heute weltweit einheitliche Testbedingungen gelten und damit vergleichbare Testergebnisse erzielt werden. Re/genT ist nach ISO/IEC 17025 akkreditiert.