Bild 01: Aktuell sind bei Hermes knapp 100 Tore mit WeAssist ausgestattet. Weitere sollen folgen. (Quelle: Werma)
Bis Mitte 2024 war die Realität im Bereich Warenausgang am Standort in Ansbach jedoch eine andere: Die Kommunikation in der Halle lief weitgehend informell. Wenn Mitarbeiter Unterstützung benötigten – sei es für die Freigabe der Ladungssicherung durch eine Führungskraft oder bei Qualitätsfragen – mussten sie wortwörtlich loslaufen und die zuständige Person suchen. Shirley-Ann Dorsch (Bild 2), Teamleiterin Lean Management am Standort Ansbach, beschreibt die damalige Situation so: „Früher ging es bei uns zu wie auf dem Fischmarkt – laut, unkoordiniert und mit viel Lauferei.“
Roman Posen, Teamleiter Warenausgang, ergänzt: „Allein durch die Größe der Halle gingen dabei wertvolle Minuten verloren. Die Produktivität litt darunter erheblich und uns war klar: Hier müssen wir eine Lösung finden.“ Fehlende Freigaben führten nicht selten dazu, dass ganze Arbeitsprozesse ins Stocken gerieten, da die zuständigen Mitarbeiter im Warenausgang erst dann weiterarbeiten konnten, wenn eine Führungskraft die Beladung eines Lkw freigab oder die zuständige Person aus dem Bereich Qualitätssicherung entsprechend zur Hilfe kam.
Die Kombination aus ständiger Unterbrechung, lauten Rufen und überflüssigen Laufwegen belastete die Mitarbeiter, machte die Arbeitsatmosphäre hektisch und unruhig. Zudem reduzierten sich die Effizienz und Produktivität erheblich. „Wir sind immer auf der Suche nach Prozessen, die wir optimieren können“, sagt S. Dorsch. „Und hier war uns schnell klar, dass wir das deutlich besser können.“
Lösung war schnell gefunden
„Unser Ziel war es, die Kommunikation im Warenausgang zu strukturieren, Abläufe zu beschleunigen und Wege zu verkürzen“, sagt R. Posen. „Wir wollten vor allem den Mitarbeitenden ein Werkzeug an die Hand geben, das ihre Arbeit erleichtert.“ Auf der Suche nach einer Lösung stieß HES auf der Messe Logimat in Stuttgart auf WeAssist, das digitale Ruf- und Informationssystem von Werma Signaltechnik [2].
„Und dann ging alles ziemlich schnell“, erinnert sich R. Posen. Im Sommer 2024 startete eine achtwöchige Pilotphase: Drei Signalsäulen inklusive WeAssist und den Boxen mit Drucktastern wurden an den Toren in einer der Hallen im Bereich Warenausgang angebracht, die Software installiert und sofort konnten die Mitarbeiter das neue System Schritt für Schritt testen. Begleitet wurde die Phase durch wöchentliches Feedback in Form einer einfachen Smiley-Abfrage: grün, gelb oder rot.
„Uns war es sehr wichtig, alle Beteiligten von Anfang an mit einzubinden und eine entsprechende Resonanz einzuholen – denn nur wenn die Mitarbeitenden vor Ort das System akzeptieren und nutzen, kann es dauerhaft zum Erfolg führen“, erinnert sich S. Dorsch. „Die Akzeptanz war von Anfang an enorm hoch, weil das System selbsterklärend ist und jeder sofort verstanden hat, wie es funktioniert.“ Ihr Kollege R. Posen ergänzt: „Alle haben sofort eine Veränderung gespürt und im Arbeitsalltag selbst erfahren, welchen positiven Einfluss WeAssist hat.“