Investitionen in die Zukunft

2022 investierte Endress+Hauser - hier der Hauptsitz in Reinach/Schweiz - 240,5 Mio. € in neue Gebäude und Anlagen – 24,7 % mehr als 2021. (Bild: Endress+Hauser)

2022 investierte Endress+Hauser - hier der Hauptsitz in Reinach/Schweiz - 240,5 Mio. € in neue Gebäude und Anlagen – 24,7 % mehr als 2021. (Bild: Endress+Hauser)

240,5 Mio. €  investierte Endress+Hauser 2022 in neue Gebäude und Anlagen – 24,7 % mehr als 2021. In 5 Jahren floss damit über 1 Mrd. € in eine bessere Infrastruktur. „Mit diesen Investitionen bereiten wir den Boden für künftiges Wachstum“, sagte der CEO. Derzeit sind Vorhaben im Umfang von 500 Mio. € in der Umsetzung. Die vier größten Projekte betreffen die Standorte Maulburg (Deutschland), Suzhou (China), Jena (Deutschland) und Greenwood (Indiana/USA).

„Produktinnovationen sind ein Treiber unseres Wachstums“, sagte Matthias Altendorf. 2022 brachte Endress+Hauser 43 Produkte neu auf den Markt. 242,4 Mio. €, rund 7,2 % des Umsatzes, wandte die Firmengruppe für Forschung und Entwicklung auf, 13,6 % mehr als im Vorjahr. 235 Erstanmeldungen bei Patentämtern in aller Welt zeugen von der Innovationskraft der Firmengruppe.

Den Rückblick trübt die Schließung des russischen Vertriebs als Folge der Sanktionen nach dem Angriff auf die Ukraine. Ein Ausfuhrverbot für Messtechnik entzog dem Russland-Geschäft die Grundlage. 170 Arbeitsplätze gingen verloren. Zum Jahresende zählte das Familienunternehmen weltweit 15.817 Mitarbeitende – ein Plus von 700 Stellen. Auch neue Ausbildungsplätze wurden geschaffen. 5 % aller Stellen sollen künftig für Praktikanten, Lernende, Studierende und Trainees reserviert sein.

Denken in Generationen

Mit 76 von 100 Punkten belegte Endress+Hauser 2022 erneut eine Spitzenposition im EcoVadis Nachhaltigkeits-Benchmark und platzierte sich im obersten Prozent der Vergleichsgruppe. Die Firmengruppe ermittelte als Grundlage für eine Klimastrategie den CO2-Fußabdruck entlang der Wertschöpfungskette. Inzwischen trat Endress+Hauser der Science Based Targets Initiative bei mit dem Ziel, bis 2050 die Emissionen auf netto-null zu senken.

Das Denken in Generationen zeigt sich auch in der Nachfolgeplanung. Wenn Dr. h. c. Klaus Endress Ende 2023 altershalber als Präsident des Verwaltungsrats aufhört, wird ihm CEO Matthias Altendorf nachfolgen. Chef der Firmengruppe wird Dr. Peter Selders, der das Kompetenzzentrum für Füllstands- und Druckmesstechnik leitet. Als zweiter Vertreter der Familie wird Steven Endress im Verwaltungsrat Platz nehmen, derzeit noch Geschäftsführer in Großbritannien. „Gesellschafter, Familie und Verwaltungsrat haben alle diese Entscheidungen in bestem Einvernehmen getroffen“, erklärte Klaus Endress.

Endress+Hauser (no)
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