Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten

Bild 02: „ResMa“ überwacht die Werte von zahlreichen Messstationen und bietet Visualisierungsmöglichkeiten an. (Quelle: Weidmüller)
Neben der klassischen Verwendung als Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 kann „ResMa“ auf Basis der Produktionsdaten zur Prozessoptimierung eingesetzt werden. Außerdem lässt sich ein Human Machine Interface (HMI) integrieren. „ResMa“ bereitet die Daten für externe Auswertungsmöglichkeiten auf, sodass KI Tools auf diese zurückgreifen und smarte Modelle erstellen können.
Bei Coppenrath & Wiese senden mehr als 680 Messgeräte aus der Produktion in Mettingen und dem Logistikzentrum in Osnabrück viertelstündlich Daten an das Energiemanagementsystem. Die Datenübermittlung erfolgt entweder direkt vom Zähler ausgehend über das Kommunikationsprotokoll Modbus oder in zweiter Instanz über diverse Datenbankserversysteme. Die gesammelten Daten lassen sich individuell in „ResMa“ anzeigen. Die Experten der Conditorei Coppenrath & Wiese entscheiden nach Bedarf, ob die Werte pro Messstation oder für eine gesamte Produktionslinie zusammengefasst ausgelesen und dargestellt werden sollen. Außerdem lässt sich das Zeitintervall, in dem der Energieverbrauch kontrolliert werden soll, flexibel einstellen. Kritische Verbräuche, deren Werte in kürzeren Intervallen festgehalten werden müssen, werden im Energiemanagementsystem definiert. Auch der Zeitraum der Datenerhebung ist individuell anpassbar. Die als Tabelle angezeigten Daten können in andere Software übertragen und nutzbringend eingesetzt werden. Coppenrath & Wiese wertet so die Messergebnisse aus der Produktion, Logistik und Verwaltung flexibel sowie nach Bedarf aus. Das Unternehmen nutzt überdies die Visualisierungsmöglichkeiten von „ResMa“: Die Berichte werden in Diagrammen zusammengefasst. So lassen sich die Daten auf einen Blick erfassen und somit die Schwachstellenerkennung vereinfachen. Eine Bitmap des Standorts Mettingen zeigt außerdem die örtliche Position der Zähler in den verschiedenen Gebäuden. So kann leicht ermittelt werden, wo die Messstellen installiert sind.
Über diese Grundfunktion hinaus nutzt die Conditorei Coppenrath & Wiese die Software zur Prozessoptimierung. Energiemanagerinnen und manager werten die Reports aus und filtern so energieintensive Prozesse gezielt heraus. Daraus entwickeln sie Strategien zur Energieeinsparung. Der Energieverbrauch soll jährlich um 2 % reduziert werden. „ResMa“ ist ein wichtiger Baustein, dieses Ziel zu erreichen und den Fortschritt zu dokumentieren.
Neben dem Energiemanagementsystem nutzt der Produzent von tiefgekühlten Torten, Kuchen und Brötchen mit dem Visualisierungs-Tool „PROCON-WEB“ (Bild 3) eine weitere Lösung aus dem Haus Weidmüller. Über Protokolle wie OPC UA liest es Steuerungsdaten aus und leitet diese an „ResMa“ weiter. Dort fließen die Daten automatisch in die Berichte ein. Auf diese Weise ergibt sich ein ganzheitliches Bild über den Energieverbrauch in der Produktion.