Komplettsystem vereinfacht das Engineering

Sämtliche Komponenten für ein „Track-and-Trace“-Gate liefert ifm als Komplettpaket.

Bild 02: Sämtliche Komponenten für ein „Track-and-Trace“-Gate liefert ifm als Komplettpaket. (Quelle: ifm)

Ein Tor an einer Laderampe in einem Logistikzentrum lässt sich einfach mit den notwendigen Komponenten ausrüsten.

Bild 03: Ein Tor an einer Laderampe in einem Logistikzentrum lässt sich einfach mit den notwendigen Komponenten ausrüsten. (Quelle: ifm)

Um den hohen Aufwand für das Engineering zu reduzieren, bietet ifm [1] mit dem „Track and Trace Gate“ eine optimale Lösung an (Bild 2). Mit dieser Plattform lässt sich die Produktverfolgung am Warenein- und -ausgang einfach umsetzen. Sie verwendet bewährte Komponenten und setzt auf eine Warenkontrolle mittels RFID-Technologie. Zum Einsatz kommen UHF-ID-Tags nach EPC Class1 GEN2/ ISO, RFID-Antennen und -Auswertesysteme, IOLink-Master-Module, Lichtschranken, Signalleuchten, eine O3D-Kamera sowie alle notwendigen Zubehörteile, wie passende Leitungen oder Netzteile zur Spannungsversorgung. Das System besteht aus Komponenten in den Schutzarten IP65 bzw. IP67. Der Einsatz in rauen Umgebungen, wie einem Lager oder einer industriellen Produktion, ist dadurch optimal möglich.

Herzstück des Systems ist ein fertig programmierter Edge-Controller, an den sämtliche Komponenten angebunden werden. Dort laufen die Informationen aus den RFID-Antennen sowie den weiteren Sensoren zusammen. Neben der Identifikation der Waren über RFID sind eine Triggerung und Beladungsrichtungserkennung vorgesehen, die erfasst, ob die Ware ein- oder ausgelagert wird. Dazu sind wahlweise Reflexlichtschranken oder eine O3D-Kamera einsetzbar. Einer der Hauptvorteile des „Track and Trace Gates“ ist die auf dem Edge-Controller installierte Applikation. Diese lässt sich ohne Programmieraufwand in Betrieb nehmen. Bei der Inbetriebnahme müssen lediglich die Parameter eingegeben werden, was der Anwender direkt am Edge-Controller erledigen kann, und anschließend ist das System lauffähig.

Erweiterung flexibel möglich

Das Komplettpaket für die Logistik ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Mit einem Basispaket, in dem ein Edge-Controller enthalten ist, lässt sich ein Tor ausstatten (Bild 3). Mit entsprechenden Erweiterungspaketen können bis zu neun weitere Tore mit dem gleichen Controller betrieben werden. Auch für eine solche Erweiterung ist keine aufwändige Programmierung erforderlich. Sämtliche vom „Track and Trace Gate“ erfassten Informationen stehen für übergeordnete Systeme bereit. Die Anbindung an ein WMS oder auch direkt an ein ERP-System ist über den Edge-Controller flexibel über einen Dateiaustausch realisierbar. In einem Json-File (JavaScript Object Notation) werden die wesentlichen Informationen an übergeordnete Systeme übergeben – also etwa, welches Objekt welches Tor in welche Richtung passiert hat. Auch eine Rückmeldung aus dem ERP-System, wo beispielsweise ein Abgleich mit dem Lieferschein erfolgen kann, ist möglich. Der Controller kann dann die ordnungsgemäße Be- bzw. Entladung signalisieren. Die Anbindung an SAP ist mit SFI (Shop Floor Integration) von ifm business solutions umsetzbar.

Mit dem „Track and Trance Gate“ kann nicht nur erfasst werden, was geliefert wird, sondern auch wann und wohin geliefert wurde und wo das Material benötigt wird. Durch die daraus resultierende Transparenz des Warenflusses lassen sich Falschlieferungen vermeiden. Insgesamt sorgt das „Track and Trace Gate“ für eine Fehlerreduzierung in der Logistik. Die vollautomatisierte Erfassung reduziert den Aufwand bei der Wareneingangskontrolle und dem Abgleich mit den Bestell- und Ladelisten. Anwender sparen dabei neben den Fehlerkosten auch Personalaufwand. Und insbesondere der Aufwand für Engineering, Softwareentwicklung und Tests ist dank des Gates geringer.

Literatur

  1. ifm Electronic GmbH, Essen: www.ifm.com
Frank Neuwirth ist als Abteilungsleiter Produktmanagement Identifikationssysteme bei der Ifm Electronic GmbH tätig.
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