Lösung zum Schutz der Produktion vor Cyberangriffen

Bild 02: Industrial Firewalls der 1000er und 3000er Generation (Quelle: ADS-TEC Industrial IT)
Die Industrial Firewalls der 1000er und 3000er-Generation vereinen mehrere Produkte in einem Gehäuse und sind die ideale „All-in-One-Security“-Lösung zur Vernetzung, Steuerung und Absicherung von verketteten Maschinen und Anlagen. Als Firewalls zeichnen sie sich durch die eingebaute Smartcard-Technologie aus und sorgen so für hohe Sicherheit und schotten das Maschinennetz des Unternehmens zuverlässig ab. Als Router tragen sie dazu bei, dass mehrere Industrie-4.0-Anwendungen zeitgleich umgesetzt werden können (Bild2).
Zudem sind die Industrial Firewalls der IRF-Serien auch IIoT Gateways, mit deren Hilfe Daten aus den angeschlossenen Maschinen, Geräten und Sensoren schnell und sicher in eine Cloud weitergeleitet bzw. von dort abgerufen werden können. Sämtliche Modelle werden auf Wunsch kundenspezifisch vorkonfiguriert und fertig ausgeliefert.
Die Redaktion stellt fünf Fragen an Marc Schmierer, Produktmanager bei ADS-TEC Industrial IT, zum Thema Security
Fernwartungslösungen gewinnen immer mehr Anhänger. Warum wird die Cybersicherheit dabei noch unterschätzt?
M. Schmierer: Der Fokus liegt aktuell auf dem reinen Fernzugriff und nicht auf der Absicherung der Netzwerkzugriffe in die Maschine oder auf dem VPN in andere lokale Netze.
Sind Ihre Kunden mit gezielten Angriffen auf die OT-Ebene konfrontiert?
M. Schmierer: Nein, aktuell noch nicht, die OT war momentan meist indirektes Ziel unserer Kunden. Hier konnten die Auswirkungen auf die Produktion mithilfe einer entsprechenden konfigurierten Firewall (IRF Serie) verhindert werden.
Mit Ihren Industrial Firewalls der 1 000er- und 3 000er-Generation bieten Sie nach eigenen Angaben eine „All-in-One-Security“-Lösung zur Vernetzung an. Was heißt das konkret?
M. Schmierer: Unsere Geräte können komplett autonom lokal über ein Webinterface konfiguriert und eingesetzt werden. Von der reinen Industrial Firewall, NAT-Router über einen Secure Remote Access Device, IIoT-Gateway bis hin zum vollwertigen Edge Device dank der integrierten Docker-Funktionalität. Somit kann das Gerät flexibel je nach Einsatzzwecken konfiguriert und eingesetzt werden.
Ihr Kommunikationsprotokoll ermöglicht die Übertragung der Fernwartungsdaten ohne VPN-Verbindung. Was ist das Besondere Ihrer Lösung?
M. Schmierer: Durch den WWH haben wir einen von dem Gerät ausgehend mit der Smartcard verschlüsselte Verbindung, die Proxy-fähig zu Big-LinX ist, mit der wir nicht nur Fernwartungsdaten, sondern auch lokal gesammelte IoT-Daten/Zustandsdaten versenden können.
Inwieweit unterstützen Ihre Industriel Firewalls den neuen regulatorischen Anforderungen der EU-NIS2-Direktive gerecht?
M. Schmierer: Aktuell sind wir an der Implementierung der IEC 62443 4-1 für den sicheren Entwicklungsprozess und sobald das Evaluierungsschema der IEC 62443 (6-2) veröffentlicht wird, werden unsere Produkte nach dieser Norm zertifiziert. Damit werden unsere Geräte der IRF-Serie für den Cyber Resilience Act (CRA) nach aktuellem Stand gewappnet sein. Die NIS2 hat erst mal keine Anforderungen an die Hardware, sondern richtet sich eher an Betreiber. Dafür sind wir gerade dabei Big-LinX nach ISO 27001 zu zertifizieren, welches wir in Q1/24 auditieren werden.
Literatur
- ads-tec Industrial IT GmbH, Nürtingen: www.ads-tec-iit.com