Garantierte Schlagfestigkeit

Abbild Experten

Bild 2: Experten (Quelle: Spelsberg)

Die Tests, um diese Schlagfestigkeit zu garantieren, sind anspruchsvoll. So wird das Gehäuse zum Beispiel auf −35 °C herunter gekühlt und dann eine schwere Metallkugel aus großer Höhe darauf fallen gelassen. Die Kugel zerstört das Gehäuse nicht, sondern prallt ab und fliegt dabei hoch wie ein Gummiball. Weil die von Spelsberg verwendeten Kunststoffe hochelastisch und unempfindlich sind, ist die elektrische Sicherheit weiterhin gegeben.
Eine weitere Herausforderung war die dunkle Frontschale aus transluzentem Material. Ist die Wallbox in Betrieb, leuchtet der blaue Ladebalken und je nach Ausstattungstyp tauchen hier auch Symbole und Schaltflächen auf, die durch Sensoren bedienbar sind. „Und das bei völlig geschlossener Oberfläche – also unempfindlich gegen Wind und Wetter und auch gegen Missbrauch.“ Als Zugriffskontrolle fungiert hier ein Sensor für einen RFID-Chip. Von diesen Features ist in ausgeschaltetem Zustand nichts zu sehen – erst beim Einschalten leuchten die Symbole, Sensor- sowie Schaltflächen auf und erinnern an die Icons in Smartphone- Menüs.
Schließlich gab es noch eine weitere Aufgabe zu lösen: Auf der Frontschale sollte das BMW-„i“-Logo prangen. Ein normaler Druck hätte für diesen chromglänzenden Schriftzug nicht genügt. Spelsberg hat aus seinen vielen Jahren in der Branche ein großes Netzwerk an leistungsfähigen Partnerfirmen zur Verfügung und konnte hier Know-how einkaufen.
„Ein Kontakt über das Kunststoffinstitut in Lüdenscheid konnte uns mit einem Heißprägeverfahren weiterhelfen“, erklärt D. Quardt. Bei dieser Technologie werden hauchdünne Folien im µm-Bereich auf die Oberfläche aufgebracht. Das Ergebnis überzeugt durch Langlebigkeit und eine hochwertige Anmutung und hat Spelsberg so begeistert, dass man sich dort ebenfalls eine Maschine für dieses Verfahren zugelegt hat, von der nun auch andere Kunden profitieren können.

Fazit

Von der ersten Aufgabenstellung bis zur Serienreife hatte Spelsberg gerade einmal 15 Monate. Das Unternehmen konnte von der Entwicklung, der Prüfung, der Zertifizierung, dem Werkzeugbau und der Produktion bis zum Praxistest durch Handwerker, die die Wallbox ja installieren sollen, innerhalb der gesetzten Frist abschließen. „Durch solche Projekte beschäftigen wir uns immer wieder mit neuen Verfahren und Technologien und behalten so den technologischen Vorsprung, für den wir in der Branche geschätzt werden“, freut sich auch Geschäftsführer Holger Spelsberg.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sonja Pfaff
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