Allgemeine Vorteile der IO-Link-Technologie

Bild 5: Die vielseitige, frei und einfach programmierbare IO-Link-Signalleuchte Smartlight soll bei GFMS zukünftig als imageträchtige Konzernleuchte zum Einsatz kommen (Quelle: Wolfgang Zosel, Reutlingen)
Die Installation mit IO-Link bedeutet, fehlerfrei zu stecken, anstatt zu verdrahten. Geschirmte Sonderkabel und Steckkarten sind nicht erforderlich. Zudem garantieren Anlagen mit IO-Link eine hohe EMV-Stabilität. Darüber hinaus spart der vielseitige Kommunikationsstandard Platz im Feld sowie im Schaltschrank, reduziert nicht selten den Footprint und kreiert eine neue Kabelordnung. Aber nicht nur beim Aufbau, sondern über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg gestaltet IO-Link Prozesse einfacher und transparenter. Zudem lässt der nicht proprietäre Standard Freiheit bei der Komponentenwahl: Insbesondere bei der kundenspezifischen Peripherie kann GFMS bei der Komponentenauswahl vielfältige Kundenwünsche erfüllen.
Weitere Stärken bringt IO-Link beim Kundeneinsatz: Über eine einfach handhabbare zentrale Rezepteverwaltung können Bediener von der Master- oder Steuerungsebene aus ganze Sensorgruppen in Sekundenschnelle neu parametrieren. Auch der Schwellwert eines Drucksensors wird nicht mehr am Gerät, sondern zentral über den Master oder vom HMI aus eingestellt. Dadurch zieht der Tausch eines defekten Sensors keinen langen Anlagenstillstand mehr nach sich: Wenige Sekunden nach Stecken des Kabels erhält das Device seine relevanten Werte von zentraler Stelle und erfüllt anschließend wieder die ihm zugedachte Aufgabe.
Predictive Maintenance im Fokus
Intelligente Sensoren sind in der Lage, eine Fülle an Parameter- und Zustandsdaten in Echtzeit zu übermitteln und so ein umfassendes Bild vom Stand der Dinge auf Prozessebene zu zeichnen. Das eröffnet neue Diagnose- und Predictive-Maintenance-Ansätze: Das mit einem RFID-Chip ausgestattete Fräswerkzeug übermittelt seine spezifischen Produkt- und Einsatzdaten an die Steuerung und kündigt rechtzeitig einen Nachschleiftermin an. Bei verschmutzter optischer Linse teilt ein Optosensor Leistungseinbußen mit und fordert selbstständig Abhilfe. Ein Antrieb weist auf eine den definierten Grenzwert übersteigende Überhitzung hin. Service- und Wartungseinsätze sind, stets unter Erfüllung der vom Betreiber auferlegten Sicherheitsvorgaben, bis auf Sensor-Aktor-Ebene hinab per Fernzugriff möglich.
Fazit
Mit dem Einsatz von IO-Link haben GF Machining Solutions und Balluff gezeigt, dass eine einfache Technik einen im Kern hochgradig präzisen und zuverlässigen Prozess weiter optimieren kann. „Balluff war dabei nicht nur Teilelieferant, sondern in besonderem Maß Berater und Know-how-Projektpartner auf Augenhöhe. Ein Grund, weshalb ,IO-Link by Balluff‘ künftig fester Bestandteil unserer Anlagen sein wird“, fasst S. Fahrni zusammen.