Offshore als Vorreiter

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Bild 6: Tabelle (Quelle: TN-TT)

Einige deutsche Hersteller von Windenergieanlagen haben all diese Vorteile bereits erkannt und betreiben ihre Anlagen im IT-System. Schließlich stellen die beiden wichtigsten Merkmale des IT-Systems, hohe Verfügbarkeit und flexible Instandhaltung gerade im Offshore-Bereich nahezu unverzichtbare Vorteile dar, da die Instandhaltungseinsätze teurer sind als an Land. Außerdem wird Offshore aufgrund des steten Winds eine höhere Volllaststundenzahl für die Anlage erwartet und kalkuliert. Ein Stillstand auf offener See ist also in zweifacher Hinsicht teurer als an Land. Mit der wachsenden Anzahl an Offshore-Anlagen steigt auch die Systemrelevanz für das Versorgungsnetz und damit verschärft sich auch die Forderung an die Hochverfügbarkeit. Offshore-Windenergieanlagen sind demnach in mehrfacher Hinsicht ideale Einsatzorte für das IT-System:
• Es erkennt Gefährdungen ­frühzeitig,
• es reduziert die Ausfallrisiken auf ein Minimum,
• es erhöht die Anlagenverfügbarkeit und
• es minimiert das Brandrisiko.

Wann rechnet sich die zusätzliche Investition?

Während in der Projektentstehungsphase möglichst geringe Kosten im Vordergrund stehen, müssen im Betrieb hohe und konstante Erträge erzielt werden. Dabei hilft ein geeignetes Überwachungssystem, dessen Kosten sich jedoch bereits beim ersten Auftreten eines Isolationsfehlers amortisieren. Insbesondere bei Photovoltaikanlagen ist die Amortisationszeit durch die zeitaufwendige Fehlersuche sehr gering. Ein nachträgliches Umrüsten bestehender Anlagen auf das IT-System ist auch möglich, hier sind jedoch geringfügig höhere Kosten einzukalkulieren (Tabelle 1).

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Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Faust
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