3D-Bewegungen mit einer einzigen Hand steuern

Das Spacemouse-Modul bietet sechs Freiheitsgrade und eignet sich für die Steuerung mehrachsiger Anwendungen.

Bild 02: Das Spacemouse-Modul bietet sechs Freiheitsgrade und eignet sich für die Steuerung mehrachsiger Anwendungen. (Quelle: Megatron Elektronik)

Die größte Flexibilität für mehrachsige Applikationen bietet das Spacemouse-Modul (Bild 2). Der Joystick ist mit einem optoelektronischen Sensor und einem Bedienknauf mit sechs Freiheitsgraden ausgestattet: Damit lassen sich 3D-Bewegungen intuitiv mit einer Hand steuern. Er kann zudem zwei konventionelle Joysticks ersetzen, was wirtschaftliche Vorteile bietet und Konstrukteuren Platz in der Anwendung spart.

Der Joystick kommt unter anderem in Industrie- und OP-Robotern zum Einsatz: Mit seiner Hilfe kann der Operateur den Roboterkopf frei im Raum bewegen – als wäre dieser die Verlängerung des eigenen Arms. Bei Industrierobotern dient er beispielsweise als Hilfsmittel zur Programmierung: Mit dem Joystick werden die Roboterachsen manuell angesteuert, um Verfahrbewegungen zu initiieren, die dann optional gespeichert werden. Im Fall dieses sogenannten „Teach-In“ arbeitet der Roboter die zuvor gespeicherten Bewegungsabläufe später selbstständig ab, um seine Aufgaben zu erledigen.

Vielfältige Produktmodifikationen

Wie bei fast all seinen Produkten passt Megatron auch die Joysticks in Bezug auf Funktion, Design sowie mechanische und elektrische Schnittstellen an die jeweilige Anwendung an. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Bediengefühl: Es wird maßgeblich durch die Form und das Material des Knaufs, aber vor allem durch die zur Auslenkung erforderliche Kraft beeinflusst. Eine hohe Rückstellkraft unterstützt zwar die präzise Steuerung der Anwendung, kann aber auch zu einer schnelleren Ermüdung des Bedieners führen. Die Abstimmung der Feder ist somit entscheidend, um den Joystick im jeweiligen Umfeld optimal nutzen zu können.

Um die Joysticks bestmöglich auf ihren Einsatzbereich vorzubereiten, können zudem kundenspezifische Bedienfunktionen realisiert und die Programmierung angepasst werden. Modelle mit Hall-Technologie oder optischem Sensorsystem verfügen über programmierbare Bausteine. Damit lassen sich beispielsweise das Ansprechverhalten bei Auslenkung aus der Mittellage oder die Signalspanne am Ausgang individuell definieren. Die Umprogrammierung der Joysticks erfolgt je nach Umfang direkt in der Fertigung oder separat mithilfe eigens dafür entwickelter Produktionsmittel.

Knäufe in individuellen Formen und Farben

Zu den Services von Megatron gehört auch die Konfektionierung von Kabeln und Steckern – inklusive Beschaffung und technischer Dokumentation. Da Joysticks oft im zentralen Blickfeld der Anwendung verbaut sind, wünschen sich viele Kunden zudem eine Anpassung der Griffe an ihr Corporate Design. Das ist z. B. durch die Wahl einer der zahlreichen Knaufvarianten möglich, die es für viele Joystick-Modelle gibt. Sollte kein passender Griffverfügbar sein, wird auf Wunsch eine kundenspezifische Variante entwickelt. „Wir erstellen nicht nur Designvorschläge, sondern setzen diese auch um“, so Dr. Christoph Haude, Leiter Produktmanagement Joysticks & Sensoren bei Megatron. Mittels 3D-Drucker werden Prototypen für die Bemusterung gedruckt, sodass in kurzer Zeit die ideale Form gefunden wird. Bei entsprechenden Stückzahlen wird das Design dann kostengünstig im Spritzgussverfahren umgesetzt.

Literatur

  1. Megatron Elektronik GmbH & Co. KG, Putzbrunn: www.megatron.de
Matthias Herrmann ist Marketingmanager bei der Megatron Elektronik GmbH & Co. KG in Putzbrunn. matthias.hermann@megatron.de
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