Kabellose Signalübertragung im Trend

Access Points empfangen die Funksignale der einzelnen Schaltgeräte

Bild 2 - Access Points empfangen die Funksignale der einzelnen Schaltgeräte und geben sie beispielsweise per „WiFi“ oder Ethernet an die IT-Infrastruktur des Anwenders weiter(Quelle: Steute Technologies GmbH & Co. KG)

Ein aktueller Trend sind mobile E-Kanban-Regale. Sie bringen zusätzliche Flexibilität in die innerbetriebliche Materialversorgung und schaffen die Voraussetzung für neue Produktionskonzepte. Mehrere Automobilhersteller erproben das zurzeit in ihren „Smart Factories“: Die Fahrzeuge werden auf FTS produziert und fahren je nach Typ oder Ausstattungsgrad verschiedene Montagestationen an. Das zu verbauende Material wird ebenfalls auf (kleineren) FTS zu den Stationen gebracht.
Der Informationsfluss zwischen derartigen mobilen E-Kanban-Systemen ist auf die Kommunikation per Funk angewiesen. Aber auch in nicht mobilen E-Kanban-Anlagen bringt der Verzicht auf Leitungen Vorteile, weil sich dadurch das System flexibler an geänderte Aufgabenstellungen anpassen lässt. Außerdem müssen keine Leitungen installiert und es können auch keine beschädigt werden.
Anfangs wurden solche Lösungen mit konventionellen Funkschaltgeräten und -sensoren realisiert. Sie kommunizierten über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einer Signalauswertung. Dann entwickelte Steute für derartige Aufgaben das Funknetzwerk „sWave. NET“, das die Voraussetzung für Geräteinteroperabilität und die schnelle Implementierung von IoT-Anwendungen an jedem Ort schafft.
Die Knotenpunkte dieses Netzwerks bestehen aus Access Points (Bild 2), die jeweils bis zu ca. hundert netzwerkfähige Endgeräte, wie Positionsschalter, Fußschalter oder Magnetsensoren, verbinden. Die Signalreichweite beträgt bis zu 700 m in Außenanwendungen und rund 60 m in Gebäuden. In jedes Netzwerk lassen sich zahlreiche Access Points einbinden. Die Konfiguration erfolgt webbasiert über ein zentrales Dashboard.

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