Interview mit S. Arent und K. Haberkant

S. Arent stellt das Konzept des Customer Solutions Center vor: „Sowohl für Security und Open Integration als auch für die Digitalisierung des Safety Lifecycle bietet das Customer Solutions Center von Hima praxisnahe Lösungen, die gemeinsam mit den Kunden erarbeitet werden. So generieren wir einen echten Mehrwert für unsere Kundschaft“ (Quelle: VDE Verlag)
Auch die Hima Academy und das Hima Consulting sind hier angesiedelt. Was können wir uns darunter genau vorstellen?
S. Arent: Die Hima Academy adressiert alles rund um das Thema technische Trainings sowie Workshops von Kunden und Anwendern. Der Bereich Consulting analysiert kritische Anwendungen. Die Functional-Safety-Kollegen erstellen Risikoanalysen sowie ein individuelles Sicherheitsmanagement für Anlagenprozesse und Abläufe während des gesamten Lebenszyklus.
Wie kann man sich den Ablauf durch die einzelnen Stationen vorstellen, wenn ein Kunde eine Sicherheitslösung sucht?
S. Arent: Vom Prinzip zeichnen wir hier eine Customer Journey nach und helfen Kunden dabei, ihre Sicherheitslösungen in wenigen Tagen beispielhaft zu konzipieren und zu verstehen. Komplette Entwicklungszyklen, welche sich über mehrere Wochen ziehen, wollen wir hier jedoch nicht abbilden. Eher geht es darum, in einem Workshop den Bedarf des Kunden zu eruieren, dann seine Applikation nachzustellen und zu optimieren sowie anschließend auch aus Security-Sicht zu betrachten. Zudem wollen wir unseren Kunden das Ausprobieren von Technologien, wie APL, SIL-Works oder Security, ermöglichen.
Wie ist das Geschäftsmodell des CSC aufgebaut?
S. Arent: Services kosten natürlich Geld. Aber während die Workshops und Schulungen kostenpflichtig sind, sind andere Dienstleistungen, wie die Lösungskonzeption oder die Entwicklung von Security-Maßnahmen, aktuell bei der Projektakquise noch inklusive.
Wie ist das Kundenfeedback auf das CSC nach dem ersten halben Jahr?
S. Arent: Das CSC ist in all seinen verschiedenen Facetten recht gut besucht. Das zeigt auch, dass wir mit dem Konzept den Nerv der Zeit sowie unserer Kunden getroffen haben. Die CSC-Standorte in Brühl und Singapur sind deshalb auch erst der Anfang. So können wir uns gut vorstellen, diese Erfahrungen sowie den intensiven Austausch mehr Kunden und an weiteren Standorten zum Beispiel in Dubai anzubieten. Zudem bekommen wir von Kunden, die das Konzept verstanden haben, Anfragen, ob wir nicht noch weitere Themen integrieren wollen, die zwar nicht zu unseren Kernkompetenzen gehören, aber Teil einer Sicherheitslösung sind, wie zum Beispiel der Ex-Schutz. Hier befinden wir uns noch in der Pilotphase, welche Themen wir hier noch ansiedeln könnten.
Mit Kunden- und Innovationsprojekten befasst sich auch ein weiterer Standort von Hima. Mit dem 2021 im Green Business Park im Taylor-Areal in Mannheim gegründeten Innovation Lab Himalaya erhielt das Thema Innovation auch innerhalb der Unternehmensgruppe einen neuen Stellenwert. Warum benötigt Hima überhaupt zwei Entwicklungsbereiche?
K. Haberkant: Im Gegensatz zu den Produktinnovationen, die weiterhin im Stammhaus in Brühl entwickelt werden, liegt hier der Fokus auf Geschäftsmodellen und Transformationsprojekten, die wir vorantreiben. Mit unserem Know-how, Methoden und Konzepten unterstützen wir sowohl Hima-Mitarbeitende als auch Kunden sowie andere innovative Unternehmen dabei, neue Ideen innerhalb von sechs bis acht Wochen strukturiert auszuarbeiten und zu evaluieren. Die besten und wirtschaftlich interessantesten werden dann weiterverfolgt.
