Wissenschaftliche Exzellenz, fundierte Ausbildung und vertrauenswürdige KI-Anwendungen für Unternehmen

Prof. Thorsten Joachims hielt auf der Eröffnung des Lamarr-Instituts eine Keynote zum Thema nachhaltiges Design von KI-Plattformen. (Bild: Fraunhofer IAIS, Dirk Baumbach)

Bei der Eröffnung des Lamarr-Instituts stellte Prof. Dr. Behnke die Weltmeister der Fußballrobotik vor. (Bild: Fraunhofer_IAIS_Dirk_Baumbach)
Die Ausbildung der nächsten Generation von KI-Expert*innen soll im Lamarr-Institut eine zentrale Rolle einnehmen – von der Vermittlung erster KI-Kenntnisse in der Schule über die wissenschaftliche Ausbildung an den beiden Partner-Universitäten bis hin zur Weiterbildung von Fachkräften in Unternehmen durch die beteiligten Fraunhofer-Institute. Benannt nach der österreichisch-amerikanischen Erfinderin Hedy Lamarr, die für ihre Pionierarbeiten zu den Vorläufern von Bluetooth und WLAN bekannt ist, spielt für das neue Institut auch die Anwendung in der Praxis eine zentrale Rolle: »Neben der Forschung und der fundierten Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat auch der Transfer in die Industrie in Form von Wissen, Expertise und ethisch-verantwortungsvollen Anwendungen eine große Bedeutung für unsere Arbeit. Schon jetzt werden unsere maschinellen Lernverfahren in mehr als 50 Krankenhäusern zur Diagnosecodierung eingesetzt, helfen Highspeed-Robotern in der Logistik oder sind Teil einer weltweit führenden KI-Analysesoftware«, sagte Co-Direktor Prof. Dr. Stefan Wrobel.
NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes ergänzte: »Nachhaltigkeit und Ethik in der KI sind zentrale Themen des neuen Institutes. Sie sind entscheidend dafür, dass die Menschen der KI im Alltag vertrauen können. Wir erleben in allen Lebensbereichen eine rasante Entwicklung durch den Einsatz von KI. Dabei wollen wir sicherstellen, dass nicht nur bestimmte Geschäftsmodelle von KI profitieren, sondern auch hohe ethische Maßstäbe und Nachhaltigkeits-Ansprüche erfüllt werden.«
Weitere Stimmen zur Eröffnungsfeier
Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der Technischen Universität Dortmund: »Die Informatik-Forschung an der TU Dortmund ist seit jeher am Puls der Zeit, mit dem Lamarr-Institut gehen wir konsequent weiter. Hier werden Algorithmen entwickelt, um komplexe Probleme zu lösen. In der Anwendung zeigt sich der Erfolg, ob Mobilität oder Arbeitsprozesse, Wetterprognosen oder medizinische Bildauswertung, viele Fragestellungen lassen sich erst durch Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen beantworten. Doch nicht irgendwie – im Lamarr-Institut werden ressourcenschonende, zuverlässige und vertrauenswürdige Lösungen erarbeitet.«
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: »Künstliche Intelligenz bietet ungeahnte Chancen für unsere Gesellschaft. Wir sollten sie aktiv gestalten, und zwar nach den ethischen Grundprinzipien der Diversität, Inklusion und Transparenz. Daher freue ich mich sehr, dass die Exzellenzuniversität Bonn mit drei starken Partnern an der Gründung des Lamarr-Instituts beteiligt ist. Das Lamarr-Institut wird mit bahnbrechenden Innovationen, effektivem Transfer und einem hohen Verantwortungsbewusstsein neue Maßstäbe im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens setzen.«
Prof. Dr. Raoul Klingner, Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft: »Seitens der Fraunhofer-Gesellschaft sind wir stolz darauf, ein prägender und maßgeblicher Teil des neuen Lamarr-Instituts zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass diese Form der Kollaboration zukunftsweisend ist. Nur über eine besonders verzahnte Zusammenarbeit exzellenter außeruniversitärer und universitärer Forschung mit entsprechendem Anwendungsfokus können wir den deutschen Innnovations- und Forschungsstandort auf Augenhöhe der weltweiten Spitzenforschung mitgestalten. Zu einem solchen Ökosystem gehören nicht zuletzt auch die Unternehmen, die von dem Transfer der Forschungsergebnisse direkt und indirekt profitieren.«