Interview mit A. Mühlens
Lassen sich mit Igus Robot Control auch Fremdroboter programmieren bzw. teachen?
A. Mühlens: Theoretisch wäre sie sicher auch dazu in der Lage, aber die Software ist aktuell nur für Igus-Roboter ausgelegt.
Wie kommuniziert die Steuerung mit den Robotern sowie den übergeordneten Steuerungen?
A. Mühlens: Der Motorcontroller kommuniziert via CAN. Die externe Kommunikation erfolgt über Ethernet, einem CRI-Interface oder digitale IO. In Kürze wird auch eine Profibus-Schnittstelle verfügbar sein.
Welche Pläne haben Sie mit Igus Robot Control? Welche Funktionen wollen Sie noch integrieren?
A. Mühlens: Eine Erweiterung, die wir planen, sind cloudbasierte Funktionen. So haben wir in der Software eine Art Gateway hinterlegt. Darüber können wir beispielsweise Inbetriebnahme-Support und Schulungen anbieten. Auch weitere – zu zahlende – Services möchten wir künftig in unser Programm aufnehmen. Dazu gehören vorkonfigurierte Lösungskonzepte für die Robotik, wie zum Beispiel für Bin-Picking. Diese sollen als Plug-in zum Download für weniger als 2 000 € verfügbar sein – inklusive Inbetriebnahmeservice. Eine teure Kameraintegration würde schließlich auch das Konzept der „low cost automation“ sprengen.
Da wir die Igus Robot Control mit unserem Online- Marktplatz rbtx verknüpft haben, lassen sich alle Komponenten von dort, wie Greifer, Kameras und Sensoren, einfach integrieren. Man muss keine anderen Programme oder Dateien herunterladen. Nachdem man zum Beispiel eine Kamera ausgewählt hat, sind bereits alle Voreinstellungen in der Software enthalten. Diese sind dann lediglich auf die jeweilige Anwendung, beispielsweise in Bezug auf den Fokus oder die Tiefe anzupassen. (no)
Literatur
- Igus GmbH, Köln: www.igus.de