Vor der Rückführung in die Böden muss das abgepumpte Grundwasser sorgfältig aufbereitet

Bild 01: Vor der Rückführung in die Böden muss das abgepumpte Grundwasser sorgfältig aufbereitet werden, u. a. durch den Einsatz von Eisenfiltern, die das Eisen aus dem Wasser entfernen. (Quelle: Endress+Hauser)

Die Energiewende ist nicht nur ein politisches Ziel, sondern eine der größten Infrastrukturaufgaben der kommenden Jahrzehnte. Während auf der Nordsee immer mehr Windparks entstehen, stellt sich die Frage: Wie gelangt die dort erzeugte Energie zuverlässig in die Verbrauchszentren Deutschlands? Die Antwort sind leistungsstarke Gleichstromverbindungen wie A-Nord, die zukünftig grünen Strom aus dem Norden in den Westen und Süden des Landes transportieren.

Damit dieses Großprojekt gelingt, müssen jedoch bauliche und technische Herausforderungen gemeistert werden – insbesondere im Umgang mit dem Grundwasser. Hier setzt Hölscher Wasserbau [1], europäischer Marktführer im Bereich vernetzte Lösungen für Grundwasser, an: Das Grundwassermanagement des Unternehmens schafft die Voraussetzung dafür, dass die Kabeltrassen sicher im Erdreich verlegt werden können, ohne das ökologische Gleichgewicht zu gefährden. Denn beim Bau solcher Großprojekte wird Grundwasser in großen Mengen abgesenkt. Durch unkontrolliertes Abpumpen können Böden austrocknen, Vegetation geschädigt oder angrenzende Flüsse und Bäche in ihrer natürlichen Balance beeinträchtigt werden. Zudem schreibt die Oberflächengewässerverordnung klare Grenzwerte für die Wiedereinleitung von Wasser in natürliche Gewässer vor. Deshalb muss das abgepumpte Grundwasser vor der Rückführung sorgfältig aufbereitet und von Stoffen wie Eisen befreit werden (Bild 1).

Messtechnik als Schlüssel für sicheres Grundwassermanagement

Damit Hölscher diese Anforderungen im Baualltag zuverlässig erfüllen kann, setzt das Unternehmen auf präzise Messtechnik von Endress+Hauser [2]. Insgesamt 34 Geräte sind entlang des Projektabschnitts im Einsatz und erfassen kontinuierlich die relevanten Daten zu Entnahme, Aufbereitung und Wiedereinleitung des Grundwassers. Eine zentrale Rolle übernimmt das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät Promag W 800 (Bild 2): Es erfasst nicht nur jeden entnommenen und wieder eingeleiteten Liter Wasser, sondern dokumentiert diesen auch. Damit ermöglicht das Gerät nicht nur den gesetzlich geforderten Nachweis, sondern stellt auch sicher, dass ökologische Standards eingehalten werden.

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