Bild 01: Smart Factories verbinden den Produktionsbereich mit der Unternehmenszentrale. Mit den Echtzeitdaten ist ein schnellerer Informationsfluss und damit eine schnellere Entscheidungsfindung möglich (Quelle: Aveva)
Dank der Digitalisierung werden weltweit immer mehr Daten erzeugt. Laut Statista wird die globale Datenmenge bis 2025 auf 181 Zettabyte anwachsen. Ein Zettabyte entspricht einer Billion Gigabyte. Das ist eine überwältigende Menge an Informationen.
Auch Industrieunternehmen erzeugen ständig Daten, aber nur selten wird deren volles Potenzial ausgeschöpft, da nicht alle Daten als Informationen erfasst, gespeichert und analysiert werden. Was gespeichert wird, wird oft am Ort der Datenerfassung aufbewahrt, sodass nur diejenigen davon profitieren, die Zugang zu den lokalen Daten haben. Der Schlüssel zur Maximierung des Wertes von Daten liegt darin, sie für mehr Entscheidungsträger, mehr Anwendungen und mehr Analysetools zugänglich zu machen, egal wo sie sich befinden (Bild 1).
Vorteile einer industriellen Cloud-Plattform
Ein empfehlenswerter Ansatz dabei ist es, die Erfahrung von Experten für industrielle Software zu nutzen, indem man cloudbasiertes Datenmanagement, industrielle Software-as-a-Service (SaaS) und hybride SaaS-Lösungen auf einer einzigen Cloud-Plattform implementiert, etwa auf Aveva Connect. Durch die Kombination mit der kollaborativen Eigenschaft des Cloud-Computing ist es Aveva [1] dabei gelungen eine einzige, mit dem gesamten Ökosystem vernetzte Umgebung zu schaffen, welche bisher getrennte Datenströme zu einem zuverlässigen digitalen Zwilling zusammenführt.
Ein Cloud-natives Datenmanagement bietet Industrieunternehmen Skalierbarkeit, um die wachsende Menge an Industriedaten zu speichern, zu ergänzen und zu analysieren. Sobald die Daten in der Cloud aggregiert sind, können Datenwissenschaftler und Unternehmensanalysten problemlos Cloud-basierte KI- und ML-Tools nutzen, um tiefere Einblicke zu gewinnen und fundierte Entscheidungen zur Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten zu treffen.
Die zugrunde liegende Cloud-Infrastruktur gewährleistet außerdem die Datensicherheit und macht es Unternehmen leicht, Geschäftspartnern, Zulieferern und Dienstleistern, denen sie vertrauen, in Echtzeit Zugang zu relevanten Informationen zu gewähren, um die Zusammenarbeit zu fördern und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Eine Cloud-Plattform, die ein industrielles Datenmanagement mit KI- und ML-Tools kombiniert, gibt Unternehmen die Flexibilität, die Einblicke sowie die Reaktionsfähigkeit schnell zu reagieren und neue Geschäftsmodelle zu nutzen, sobald sie entstehen.
Effizienz steigern und Produktivität verbessern
Wenn Industriedaten außerhalb von betrieblichen Silos zur Verfügung stehen, können sie eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle der Industrie 4.0 und Vorteile für das gesamte Unternehmen schaffen, von der Unternehmensleitung bis zu den Beschäftigten in der Produktion.
Ein gutes Beispiel dafür ist Schneider Electric [2]. Bis heute hat das Unternehmen elf intelligente Fabriken in Nord-und Südamerika, Asien und Europa in Betrieb genommen. Diese Standorte nutzen das industrielle Internet der Dinge (IIoT), die Cloud, Edge Computing und hybride SaaS-Lösungen für die Industrie, um Lean Production und neue Einblicke in die Prozesseffizienz, Nachhaltigkeit, Agilität und Flexibilität der Belegschaft zu ermöglichen.
Dadurch sind die wichtigsten Betriebsdaten für Führungskräfte in Echtzeit einsehbar. Sie erhalten Benachrichtigungen über Prozessanomalien oder Alarme auf ihr Mobiltelefon, sobald Vorfälle auftreten. Dank der hybriden, Cloud-basierten Anwendungen, welche die Leistungs- und Prozessdaten gleichzeitig erfassen, analysieren und visualisieren, werden jetzt nicht nur Informationen zugänglich gemacht, sondern auch die entsprechenden Arbeitsanweisungen im Betrieb in Echtzeit aktualisiert. Dieser Ansatz unterstützt schnellere, intelligentere Entscheidungen und eine agilere Belegschaft.