Bild 01: Die Kameras des Mix-X-Series-Starter-Kits erfassen sichtbares und infrarotes Licht. (Quelle: Flir Systems)
Die Herausforderung, beide Technologien zu kombinieren, liegt hauptsächlich in der präzisen räumlichen Ausrichtung und zeitlichen Synchronisierung von zwei Datenströmen und deren Kompatibilität. In der Vergangenheit bedeutete dies mühsame manuelle Prozesse, die oft zu Inkonsistenzen, Verzögerungen etc. führten. Die beiden Bildgebungstechnologien automatisiert miteinander zu kombinieren, war bisher nicht möglich.
Kombination von zwei Bildgebungsverfahren
Das Verfahren Multispectral Imaging Xperience (Mix) von Flir [1] stellt einen Fortschritt in der multispektralen Bildgebung dar, indem es hochwertige Wärmebilder und visuelle Tageslichtbilder in einem einzigen, synchronisierten Datensatz zusammenführt. Diese Lösung beseitigt den historischen Konflikt zwischen der Erfassung von Wärmesignaturen auf der einen und der Aufdeckung struktureller Details auf der anderen Seite, indem es die Doppelsensortechnologie in den Starterkits der A- oder X-Serie von Flir kombiniert (Bild 1).
Das Ergebnis ist eine optimierte Echtzeitlösung, die den Aufwand für die manuelle Ausrichtung und Nachbearbeitung erübrigt sowie sicherstellt, dass jedes erfasste Bild sowohl präzise thermische Details als auch den sichtbaren Kontext wiedergibt. Die Verschmelzung von qualitativ hochwertigen thermischen und visuellen Bildern hebt nicht nur den Standard für die Dateninterpretation deutlich an, sondern ebnet auch den Weg für beschleunigte Entdeckungen in vielen Forschungs- und Industriebereichen.
Den Kern des Mix-Systems bildet eine integrierte Bildgebungsarchitektur, die Ereignisse mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 004 Bildern pro Sekunde im Vollbildmodus aufzeichnen kann. Diese Geschwindigkeit ist entscheidend für die Erfassung transienter thermischer Ereignisse – von dynamischen Materialbelastungstests und schnellen chemischen Reaktionen bis hin zu Hochgeschwindigkeits-Ballistik- (Bild 2) und Airbag-Entfaltungsanalysen. Und dies ohne Einbußen bei der räumlichen und zeitlichen Genauigkeit. Die gleichzeitige Erfassung thermischer und sichtbarer Bilddaten (Bild 3) ermöglicht es Forschern, tiefere Einblicke in Prozesse zu gewinnen, die sich im Zeitverlauf sehr schnell entwickeln, wodurch die Analysezeit verkürzt und die Präzision quantitativer Messungen verbessert wird.