Abbildung des QT40.241-B2 zur Systemdaten-Analyse von Puls

Bild 1: Das QT40.241-B2 ermöglicht Kunden die Analyse von Systemdaten, wie Spannung, Strom, Lebensdauer, Temperatur, Netzqualität usw., aus ihrer Anwendung – nahezu in Echtzeit. Außerdem können sie die Ausgangsspannung über die Konfigurationssoftware ­ einstellen und das Netzteil aus der Ferne ein- bzw. ausschalten (Quelle: Puls GmbH)

Herr Erdl, mit dem QT40.241-B2 bieten Sie das nach eigenen Angaben weltweit erste 960-W- (24V, 40A) 3-Phasen-Hutschienen-Netzteil mit integrierter IO-Link-Schnittstelle an. Bitte erläutern Sie die Ideen und Hintergründe, die zu dieser Entwicklung geführt haben.

B. Erdl: Die ersten Vorbereitungen für das QT40.241-B2 (Bild 1) gehen bis in das Jahr 2009 zurück. Im Ursprungs-QT40.241 wurden bereits die Ausgangsspannung, Leistung, Temperatur, Lebensdauer, etc. mitgeschrieben. Diese Infos konnten jedoch nur Ingenieure von Puls zur Fehler­analyse auslesen. Mit diesem Feature waren wir unserer Zeit damals weit voraus. Aber wir wussten schon, dass unsere Kunden diese Datenquelle ebenfalls irgendwann anzapfen wollen.

2016 haben wir dann das Digitalisierungsprojekt „Puls Connect“ gestartet. Das ist ein Programm zur Entwicklung von vernetzbaren Stromversorgungen und digitalen Services für Industrie-4.0-Anwendungen. 2018 ist das QT40.241-B2 mit IO-Link-Schnittstelle als erstes Serienprodukt aus diesem Projekt hervorgegangen. Das kam am Markt so gut an, dass es uns noch im selben Jahr eine Frost-&-Sullivan-Auszeichnung eingebracht hat.

Welchen Nutzen hat der Kunde von dieser „neuen Netzteilgeneration“?

B. Erdl: Für Anwender sehe ich ein großes Potenzial ­da­rin, die Stromversorgung stärker als Informationsquelle zu nutzen. Sie ist die Schnittstelle zwischen AC und DC, also Außenwelt und Innenleben einer Anlage. Hier lassen sich zuverlässige und hochwertige Daten über den Zustand eines Systems gewinnen. Die Informationen, die unser neues QT40 mit IO-Link-Schnittstelle liefert, kann der Kunde dafür nutzen, seine Anlage zu optimieren, präventiv zu ­warten und damit letztendlich Geld zu sparen. Das ist ein ganz konkreter Mehrwert, den wir anbieten.

Welchen besonderen Nutzen bringt die IO-Link-Kommunikationstechnologie mit sich?

B. Erdl: Viele Daten, die unser QT40.241-B2 liefert, sind vergleichbar mit Sensordaten. IO-Link wurde in erster Linie für die Punkt-zu-Punkt-Anbindung von Sensoren und ­Aktoren an das Automatisierungssystem entwickelt. Zudem profitieren wir davon, dass IO-Link über den Master mit allen gängigen Protokollen, wie Profinet, Modbus TCP, Ethercat, Ethernet/IP etc., kompatibel ist. Das bedeutet für unsere Kunden die größtmögliche Flexibilität und Sicherheit, bei zugleich niedrigem Zeit- und Kostenaufwand für die Installation und Implementierung.

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