Energieschaltgerätekombination

Abbild Installationsverteiler

Bild 4: Installationsverteiler (Quelle: Zvei)

Bei einer Energieschaltgerätekombination, mit der sich die DIN EN 61439-2 befasst, handelt es sich um Schaltanlagen, die elektrische Energie für alle Arten von Lasten, in industriellen, kommerziellen und ähnlichen Anwendungen verteilen und steuern, bei denen die Bedienung durch Laien nicht vorgesehen ist. Derartige Schaltanlagen (Bild 3) kommen in erster Linie bei der Verteilung elektrischer Energie, nachgeschaltet zu den speisenden Quellen, und in Motorcontrolcentern (MCC) im Bereich der Prozessautomatisierung zum Einsatz. Sie eignen sich für Netze bis einschließlich AC 1 000 V oder DC 1 500 V. Eine Begrenzung hinsichtlich der Betriebsströme oder der anstehenden Kurzschlussleistung an den Eingangsklemmen ist nicht gegeben.

Installationsverteiler

Installationsverteiler nach Teil 3 der DIN EN 61439 dienen zur Verteilung elektrischer Energie bei Anwendungen an Orten, an denen eine Bedienung durch den Laien erfolgt, wie zum Beispiel Schalthandlungen und das Auswechseln von Schraubsicherungseinsätzen.
Sie sind in Netzen mit bis zu AC 300 V gegen Erde einsetzbar. Der Bemessungsstrom des Installationsverteilers ist auf 250 A begrenzt. Der größte Bemessungsstrom eines Abgangsstromkreises beträgt 125 A.
Neben den Schaltgeräten müssen auch die in den Eingangs- und Abgangsstromkreisen enthaltenen Kurzschlussschutzeinrichtungen für die Bedienung durch Laien geeignet sein. Falls dies nicht der Fall ist, sind die Geräte in einem separaten Bereichen anzuordnen, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit mittels Werkzeug oder Schlüssel in Verbindung mit einem Deckel oder einer Tür zugänglich sind. Die Besonderheit der Laienbedienung erfordert die Mindestschutzart des Installationsverteilers mit IP 2XC (Bild 4).

 

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