Fit für eine sichere Zukunft

Das Schutztürsystem PSENmlock von Pilz

Bild 02: Das Schutztürsystem PSENmlock von Pilz (rechts unten) verriegelt und überwacht die Schutzhaube zuverlässig. Diese lässt sich nur dann öffnen, wenn der Industrielaser inaktiv ist. Über einen Rundtisch werden die Gläser im abgesicherten Bereich reihum an verschiedenen Stationen beklebt, beschriftet und geprüft (Quelle: Pilz GmbH & Co. KG)

Losgröße 1 im Bereich Sicherheitsschaltgeräte

Bild 03: Losgröße 1 im Bereich Sicherheitsschaltgeräte: Das im Onlinetool individualisierte myPNOZ-System wird vormontiert und einbaufertig geliefert. myPNOZ von Pilz bietet sich bei Anwendungen von geringer oder mittlerer Komplexität für die Überwachung von bis zu 16 Sicherheitsfunktionen an (Quelle: Pilz GmbH & Co. KG)

In der Verpackungstechnik ziehen neue oder zusätzliche Anforderungen an das Produkt regelmäßig mehr oder minder tiefgreifende Änderungen und Anpassungen bei Zuführungen und Prozessapplikationen nach sich. Mit der Konsequenz, dass steuerungstechnisch nachgebessert, zusätzliche Risiken nach Maßgabe der Maschinenrichtlinie 2006/42/ EG beurteilt und in der Folge geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen.

So war auch bei Haco absehbar, dass die geplante Integration eines neuen Lasers beim End-of-line Packaging der Glaskaffeebehälter Risiken mit sich bringen würde: Denn der Etikettierlaser kommt an einem Rundtisch zum Einsatz, an dem die Gläser reihum im Takt beklebt, beschriftet und geprüft werden. An den Schutztüren rund um den Etikettierlaser ist das Schutztürsystem PSENmlock von Pilz [2] für eine sichere Verriegelung bis PLe zuständig und erfüllt so höchste Anforderungen im Personen- und Prozessschutz (Bild 2). Um das Bedien-und Servicepersonal durch die Integration des neuen Etikettierlasers nicht zu gefährden, sind zwei Schutztüren sicher zu überwachen. Die Anforderungen hierbei:

  • 1. Ein Öffnen während der Betriebsphase muss zu einem unverzüglichen Abschalten des Lasers führen.
  • 2. Die neue Sicherheitslösung muss auch die Gefahr bringenden Antriebe sowie die installierten Not-Halt-Taster im Blick haben.
  • 3. Für zusätzliche Anforderungen in der Zukunft muss das Sicherheitsschaltgerät ausreichend Flexibilität mitbringen.

Diese erhöhten Anforderungen brachte das vom Anlagenhersteller bis dato eingesetzte PNOZ X von Pilz an seine Grenzen: Das Sicherheitsschaltgerät überwacht pro Relais genau einen Sicherheitskreis bzw. eine Sicherheitsfunktion. Wer mehr Funktionen will, müsste weitere Sicherheitsschaltgeräte hinzufügen. Daher sollte eine ausbaufähige, modulare Alternativlösung zum Einsatz kommen. Die On-Top-Anforderung: Da die Anlage nahezu rund um die Uhr in Betrieb ist, sollte die Ausfallzeit und der damit verbundene Produktionsausfall möglichst in engen Grenzen bleiben.

Partnerschaft von der Beratung bis zum Produkt

„Wir haben Pilz in den vergangenen Jahren als kompetenten und innovativen Partner kennengelernt, der uns in sämtlichen Fragen rund um Safety und Security zur Verfügung steht“, betont Piotr Grzelinski, Elektrokonstrukteur bei Haco. „Da in der Anlage bereits Sicherheitsschaltgeräte von Pilz verbaut waren, lag es nahe, die Kollegen der Niederlassung in Mägenwil um Rat zu fragen.“

Das innovative Sicherheitsschaltgerät myPNOZ von Pilz war gerade auf dem Markt, als Haco mit der zeitkritischen Aufgabenstellung an den Experten für die sichere Automation herantrat. Das modular aufgebaute Sicherheitsschaltgerät stieß auf Interesse, bot es doch mit seinem neuartigen, einfachen Konfigurations-, Bestell- und Inbetriebnahme-Modus etwas, was es bis dahin nicht gab: Eine schnelle, auf den individuellen Bedarf zugeschnittene, nahezu aus dem Stand einsatzfähige Sicherheitslösung nach Maß – und die exakt den Anforderungen bei Haco entsprach.

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