Ein kollaborativer Roboter unterstützt beim Einlegen

Bild 01: Ein kollaborativer Roboter unterstützt beim Einlegen von Blechteilen in eine Schweißpresse – sicher, ergonomisch und effizient. (Quelle: Igus)

Die Produktionsstandorte von Meleghy Automotive [1] stehen für moderne Fertigungskompetenz in der automobilen Struktur- und Karosserietechnik. In hochautomatisierten Presswerken und Montagebereichen entstehen täglich anspruchsvolle Strukturbauteile und komplexe Baugruppen für führende Automobilhersteller wie Audi, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen. Dabei verbindet das Unternehmen Präzision, Prozesssicherheit und Innovationsgeist mit effizienter Fertigungstechnologie. Mit rund 1 300 Mitarbeitenden an acht Standorten in Deutschland, Spanien, Tschechien und Ungarn erwirtschaftet Meleghy Automotive einen Jahresumsatz von rund 350 Mio. €. Die Kombination aus internationaler Aufstellung, lokaler Kundennähe und hohem Automatisierungsgrad bildet das Fundament für Qualität und Zuverlässigkeit – seit der Gründung im Jahr 2012 ein fester Bestandteil der Unternehmens-DNA. „Für uns steht nicht nur die reine Kostenreduzierung im Vordergrund, sondern die nachhaltige Verbesserung unserer Prozesse – im Sinne von Stabilität, Qualität und Effizienz“, betont Matthias Leienbach, Werkleiter Meleghy Automotive Wilnsdorf. „Low-Cost-Automation (LCA) ist ein Baustein, mit dem wir diese Ziele pragmatisch und ohne großen Investitionsaufwand erreichen können.“ Raúl Pérez, COO Meleghy Automotive, ergänzt: „LCA ist für uns nicht nur ein lokales Pilotthema, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Gesamtstrategie. In einer Zeit der Transformation – mit neuen Antriebskonzepten, wechselnden Stückzahlen und wachsender Komplexität – müssen Automatisierungslösungen skalierbar, wirtschaftlich und schnell umsetzbar sein. LCA gibt uns die Möglichkeit, genau das zu erreichen.“

Alles aus einer Hand – immer mit Kompatibilitätsgarantie

Der Betrieb verfolgt daher beim Thema Automatisierung eine doppelte Strategie: Zum einen konstruiert er neue Roboterzellen so flexibel, dass sie sich bei Bedarf schnell auf andere Fahrzeugmodelle umstellen lassen. Zum anderen setzt Meleghy Automotive bewusst auf LCA von Igus [2], um wirtschaftliche und zugleich prozesssichere Automatisierungslösungen zu realisieren. Passende Systeme zu finden, die den hohen qualitativen Ansprüchen eines Automobilzulieferers gerecht werden, ist dabei nicht einfach. Ungeplante Stillstände gilt es zu vermeiden. „Entsprechend erleichtert waren wir, als wir die Onlineplattform RBTX von Igus entdeckt haben“, erklärt M. Leienbach. Sie habe es möglich gemacht, LCA-Komponenten zahlreicher Hersteller nach dem Lego-Prinzip zu kombinieren, darunter Roboter, Greifer, Vision-Systeme und Steuerungen, und nach dem Plug-and-Play-Prinzip zügig in Betrieb zu nehmen. „Normalerweise benötigt es viel Zeit, Systeme mit Komponenten verschiedener Anbieter zusammenzubauen, da allein die Kompatibilität problematisch sein kann. Da bei RBTX alles von vornherein hinsichtlich Kompatibilität getestet wird, konnten wir in kürzester Zeit und mit geringem Investment zwei Prozesse in unserer Produktion automatisieren“, so M. Leienbach.

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