Der Cobot als Antwort auf den Fachkräftemangel

Bild 02: Lexium Cobots (Kollaborative Roboter) übernehmen – wie beim Verpacken – monotone, langweilige, sich wiederholende oder körperlich anspruchsvolle Aufgaben. Sie können in Umgebungen arbeiten, die für Menschen gefährlich sind, und lassen sich problemlos in bestehenden oder neuen Produktionslinien in verschiedenen Branchen einsetzen (Quelle: Schneider Electric)
Sehr deutlich wird der Mehrwert von Cobots, wenn man den Blick auf eine der aktuell größten Herausforderungen zahlreicher Unternehmen richtet: den Fachkräftemangel. Um auch weiterhin wettbewerbsfähig produzieren zu können, so die Anforderung, sind neben den Kernprozessen zunehmend vor- und nachgelagerte Handgriffe zu automatisieren (Bild 2).
Und genau dafür sind Cobots wie geschaffen. Denn mit ihnen ist es möglich, dass Maschinen- und Anlagenbauer bereits mit vergleichsweise geringem Aufwand, den Automatisierungsgrad ihrer Lösungen maßgeblich erhöhen können. Ein Roboterarm, der wie im Fall von Schneider auch über eine eigene SPS-Steuerung verfügt, kann vergleichsweise unkompliziert nach gerüstet werden und Aufgaben übernehmen, die zuvor nur ein Mensch ausführen konnte (Bild 3).
Beispiel Großbäckerei
Ein mögliches Anwendungsszenario: Automatisierte Großbäckereien. Hier müssen der Fertigungsstraße regelmäßig Backbleche zugeführt und am Ende der Backzeit wieder entnommen werden. Diese Arbeiten, die eine gewisse Vorsicht erfordern sowie in unmittelbarer Nähe zu menschlichem Personal stattfinden, kann heutzutage auch ein kollaborativer Roboter übernehmen. Der weite Arbeitsradius sowie die große Beweglichkeit moderner Cobots machen dies problemlos möglich. Die Automatisierung dieser einfachen und repetitiven Tätigkeit entlastet Mitarbeiter Mitarbeiterressourcen, sodass diese effektiver eingesetzt werden können und die Effizienz der Produktion insgesamt steigt.
Beispiel Poliermaschine
Ähnliche Vorteile bietet der Einsatz von Cobots als Bediener zentrifugaler Poliermaschinen. Diese werden etwa in der metallverarbeitenden Industrie, der Schmuckherstellung oder beider Herstellung zahn medizinischer Materialien eingesetzt. Um Werkstücke mithilfe der in der Maschine kreisenden Schleifpartikel zu polieren, müssen diese in der Regel manuell und mit großer Vorsicht an die Maschine herangeführt werden. Nur mit einem Cobot ist es möglich, diesen Arbeits schritt zu automatisieren. Das jeweilige Bewegungs muster, nach dem ein Cobot dabei arbeitet, kann in der Regel durch den Endkunden selbst eingestellt und parametriert werden. Beim kollaborativen Roboter von Schneider Electric geschieht dies einfach per grafischer Programmierung oder handgeführtem Teaching. So kann der Cobot seine Aufgaben erlernen, indem ihm das geforderte Bewegungsprofil durch manuelles Führen beigebracht wird. Im Fall der Poliermaschine lässt sich dann sogar auf den Einsatz zusätzlicher Kameras verzichten. Zudem kann der Roboter durch diesen einfachen Programmier vorgang ohne großen Aufwand auf neue Formate oder Produkte umgerüstet werden.
