Mehr als 20 000 Pflanzen pro Stunde sicher greifen

Abbildung von Umpflanzmaschine

Bild 02: Der Transplanter ist eine Umpflanzmaschine für alle Arten von Gartenbau-, Blumen-
und Forstpflanzen (Quelle: Da Ros)

Abbildung von Transplanter

Bild 03: Beim Transplanter versetzen 24 Greifer in der Stunde über 20 000 Pflanzen. (Quelle: Da Ros)

Abbildung von Planetengetriebe der Serie 22GPT

Bild 04: Das Planetengetriebe der Serie 22GPT hat wie der Motor 2250...BX4 einen Durchmesser von gerade einmal 22 mm. (Quelle: Faulhaber)

Abbildung von Motion-Controller MC 5004 P

Bild 05: Der Motion-Controller MC 5004 P kommuniziert über Ethercat und hilft, den Greifprozess
hochdynamisch zu regeln. (Quelle: Faulhaber)

Der neue Transplanter ist für seine Arbeit mit 24 Greifern ausgestattet (Bild 3). Jeder Greifer kann pro Stunde bis zu 900 Pflanzen sicher greifen und umsetzen. Das heißt, dass pro Umpflanzprozess 4 s zur Verfügung stehen. In dieser Zeit fahren die Greifer mit den Greifnadeln über die alten Pflanztrays, senken ab, dringen mit ihren Nadeln zuerst in den Wurzelballen ein und schließen sich dann. Anschließend heben sich die Greifer samt der Setzlinge wieder, fahren zum neuen Tray, führen die Setzlinge in die neue Erde ein und lassen los.

Damit das reibungslos funktioniert, wird der in den Greifern eingesetzten Antriebstechnik einiges abverlangt. Das Entwicklerteam von Da Ros setzt daher für das optimale Greiferhandling auf Antriebssysteme von Faulhaber [2]. Ein bürstenloser Motor der Familie 2250...BX4 mit integrierter Rückführung und einem Planetengetriebe der Serie 22GPT (Bild 4) sorgt für zuverlässige Abwicklung des Greiferhandlings. Diese Kombination empfiehlt sich für die Anwendung gleich aus mehreren Gründen: Wegen ihrer geringen Baugröße können auch die Greifer selbst klein gebaut werden. Die Motor-Getriebe-Kombination hat einen Durchmesser von gerade einmal 22 mm, das ermöglicht es, 24 Greifer auf engstem Raum zu realisieren. Ebenfalls wichtig ist es, die Pflanzen schnell und sicher zu greifen, ohne sie dabei zu verletzen. Hierbei hilft das eingesetzte Getriebe, das sich durch ein hohes Dauerdrehmoment und eine hohe Drehzahl auszeichnet. Zusammen mit dem Motion Controller MC 5004 P (Bild 5), der über Ethercat kommuniziert, lässt sich so der Greifprozess hochdynamisch regeln.

Fazit

Der Transplanter wurde mit einem modularen Konzept entwickelt, das sich einfach an unterschiedliche Produktionsanforderungen beim Kunden anpassen lässt. Das Entwicklungsteam bei Da Ros ist aber nicht nur von der Antriebstechnik an sich begeistert, sondern auch wie sie während des gesamten Entwicklungsprozesses unterstützt wurden: „Wir waren auf der Suche nach einem kleinen bürstenlosen Motor. Bei Faulhaber fanden wir Fachwissen und Hilfsbereitschaft, besonders in der Anfangsphase des Projekts, wo wir uns über die Anwendungsspezifikationen nicht sicher waren. Vom Beginn des Projekts bis zur Inbetriebnahme wurden wir von einem qualifizierten und kompetenten Team unterstützt, das uns bei der Auswahl der für unsere technischen Anforderungen am besten geeigneten Produkte beraten hat.“                                                                              

Literatur

  1. Da Ros S.r.l., Sarmede TV (Italien): https://da-ros.com
  2. Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG, Schönaich: www.faulhaber.com/de
Dipl.-Ing. (FH) Nora Crocoll und Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Alex Homburg
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