Erzeugte Daten weiter nutzen

Über das immer vorhandene Suchfeld der Funktion „search  & click“ in der Menüleiste gibt man einfach einen Suchbegriff  für die Komponente ein

Bild 01: Über das immer vorhandene Suchfeld der Funktion „search & click“ in der Menüleiste gibt man einfach einen Suchbegriff für die Komponente ein (Quelle: WSCAD)

Die Nutzung der erzeugten Daten in nachfolgenden Prozessschritten

Bild 02: Die Nutzung der erzeugten Daten in nachfolgenden Prozessschritten (Quelle: WSCAD)

Der Project Wizard setzt nach vorgegebenen Regeln Makros und Makrovarianten zu Schaltplänen und Schrankaufbauten zusammen

Bild 03: Der Project Wizard setzt nach vorgegebenen Regeln Makros und Makrovarianten zu Schaltplänen und Schrankaufbauten zusammen (Quelle: WSCAD)

Das nächste Beispiel zeigt die Effizienz einer E­-CAD­-Software und die Nutzung der erzeugten Daten in nachfolgenden Prozessschritten. Wer mithilfe der Software von WSCAD Schrankaufbauten plant, kann zunächst auf eine Reihe nützlicher Funktionen zurückgreifen. So zum Beispiel die bereits erwähnte „search & click“­-Funktion zum schnellen Finden und Platzieren von Schränken und Komponenten. Oder die automatische Ausrichtung und Längenanpassung beim Setzen von Hutschienen und Kabelkanälen. Verbindungen werden auf Knopfdruck geroutet und dann folgen zwei wichtige Funktionen zur Fehlerprüfung: Der Füllgrad der Kabelkanäle wird angezeigt, eine Überfüllung kann durch größere Kanäle oder Umplatzierung der Komponenten und Neurouten geprüft und vermieden werden. In der 3D­-Darstellung werden Mindestabstände und Kollisionen zwischen Komponenten im Schrank und in der Schranktür auf Grundlage tatsächlicher Bauteilgrößen geprüft und angezeigt. Passt alles, stehen die erzeugten Daten sofort für Kabelbeschriftung, Adern­ und Labeldruck oder für die Herstellung von Drähten und Kabelbündeln auf NC­-Maschinen namhafter Hersteller bereit. Für die Bearbeitung von Schranktüren und Montageplatten werden NC-­Datensätze direkt an das jeweilige Bearbeitungszentrum übergeben. Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden werden so vollautomatisch erledigt. Schnellere Durchlaufzeiten bei gleichbleibend hoher Qualität sind das Ergebnis, der Zwischenschritt über eine zusätzliche M-­CAD-­Software entfällt gänzlich (Bild 2).

Kürzere Abläufe implementieren

Das dritte Beispiel zeigt, wie Prozesse neu gedacht und dann mehr oder weniger automatisch ablaufen – so umgesetzt vom Schaltanlagenhersteller Bruckmann Steuerungstechnik GmbH (BSG) [2]. Das Unternehmen in Nordrhein­-Westfalen plant und fertigt seit 1995 Automatisierungslösungen für die kunststoffproduzierende Industrie. Die Elektrotechnik umfasst unter anderem das Setzen elektrischer Messstellen in Verfahrensplänen, die Entwicklung von Stromlaufplänen mit Material­, Kabel­ und Verteilerlisten, den Aufbau der Schaltschränke sowie Klemmkästen und schließlich die Nutzung der erzeugten Daten für die Fertigung der Schaltanlagen im eigenen Haus. BSG setzt dazu die E­-CAD-­Software von WSCAD ein.

Schon früh hat BSG in der Elektrokonstruktion auf Wiederverwendung und Automatisierung gesetzt. In einem ersten Schritt wird zunächst mithilfe des ERP­-Systems das Angebot erstellt. Nach Auftragserteilung werden alle Positionen über den von BSG selbst geschriebenen und ständig weiterentwickelten Konfigurator „ONEtool“ an die WSCAD­-Software für die komplette elektrotechnische Konstruktion übergeben. Während andere E­-CAD-­Lieferanten der BSG hauseigene Lösungen verkaufen wollten, lieferte WSCAD mit dem Project Wizard genau die Schnittstelle, mit der BSG seinen selbstentwickelten Konfigurator an das vorhandene ERP­-System andocken und mit der E­-CAD-Software verbinden konnte.

Hinter den Artikelnummern aus dem ERP­-System sind in ONEtool verschiedene Funktionen hinterlegt, technische Detaildaten werden während der Konfiguration erfasst und über den Project Wizard an die WSCAD-­Software übergeben. Der Project Wizard setzt nach vorgegebenen Regeln Makros und Makrovarianten zu Schaltplänen und Schrankaufbauten zusammen (Bild 3). Auch die komplette Dokumentation inklusive der Fertigungsdaten für den anschließenden Schrankbau werden automatisch erstellt. Die in WSCAD erzeugte Stückliste geht zurück ins ERP-­System und löst dort den Bestellprozess aus. Einmal durchdacht und in sogenannten Sets gespeichert, passiert alles gemäß den betriebseigenen Vorgaben automatisch – ohne dass jemand bei BSG noch viel darüber nachdenken muss. Bei direkt aus dem ERP-­System übernommenen Projekten liegt die Projektierungszeit laut BSG um 80 % bis 90 % niedriger. Aber auch in vom Standard abweichenden Projekten beträgt die Zeitersparnis gegenüber der herkömmlichen Entwicklung noch immer gute 20 % bis 30 %. Und noch ein Vorteil geht mit dem Generieren der elektrotechnischen Unterlagen einher: Die Pläne und Dokumentation haben immer dieselbe Qualität, sind gleich aufgebaut und strukturiert. Eine enorme Erleichterung für Kunden der BSG bei Service und Instandhaltung.

Dies sind drei von vielen Beispielen, wie sich mithilfe einer geeigneten E­-CAD-­Software Zeit sparen lässt, die Wettbewerbsfähigkeit steigern und zudem höchste Qualitätsstandards erreicht werden. Weitere Beispiele sind in den Anwenderberichten auf der Webseite von WSCAD zu finden [1].

Literatur

  1. WSCAD GmbH, Bergkirchen: www.wscad.com 
  2. Bruckmann Steuerungstechnik GmbH, Uedem: www.bsg.de 

 

Thomas Walker ist als Redakteur für die WSCAD GmbH tätig.
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