Modulweise zur Anwendung

Open Source Framework ROS

Bild 03: Das Open Source Framework ROS bietet, dank Offenheit und Modularität, hohe Flexibilität für mobile Servicerobotik-Anwendungen. (Quelle: Pilz GmbH & Co. KG)

Pilz hat sein Leistungsportfolio um die Servicerobotikmodule erweitert. Der modular aufgebaute Baukasten besteht aus einem Manipulator-, einem Bedienmodul sowie aus unterschiedlichen Steuerungsmodulen. Jedes Modul ist als Teil des modularen Gesamtsystems mit offenen Schnittstellen ausgestattet. Anwender können mit diesem Baukasten sowohl im industriellen als auch im Umfeld der klassischen Servicerobotik auf einfache Weise ihre individuelle Servicerobotik-Applikation zusammenstellen. Bei den Servicerobotikmodulen wird ein offener Ansatz verfolgt: Ein Anwender kann grundsätzlich sämtliche Pilz-Module über die jeweiligen mechanischen und elektrischen Schnittstellen mit Komponenten anderer Anbieter (zum Beispiel Steuerungen, Greifer oder FTS) kombinieren (Bild 2).

Kernstück ist das Manipulatormodul PRBT: Pilz hat diesen Roboterarm mit einer Traglast von 6 kg, der in beliebiger Montagerichtung angebracht werden kann, selbst entwickelt. Mit einer Reichweite von 741 mm, einem Eigengewicht von 19 kg und seinen DC-24-V-Betriebsspannung eignet er sich für eine Vielzahl mobiler Anwendungen, insbesondere auch in Kombination mit einem FTS. Der bewusst offene Ansatz wird durch den Einsatz von speziellen Software-Paketen für das Robot Operating System (ROS) zur Robotersteuerung vorangetrieben. Das Framework ROS ist ein weitverbreitetes Roboterbetriebssystem auf Open-Source-Basis. Die ROS-Pakete von Pilz können zum Schreiben von Software für eigene Robotikanwendungen beziehungsweise ganzer Roboterapplikationen eingesetzt werden (Bild 3).

ROS-Pakete beinhalten bestimmte Funktionalitäten und Treiber. Sie werden den Anwendern kostenlos über eine Community zur Verfügung gestellt. Das kann beispielsweise ein Paket zur industriellen Bahnplanung sein. Ein Vorteil des Open Source Frameworks ist die gemeinsame Zusammenarbeit in der ROS Community und der Austausch mit Experten aus verschiedenen Bereichen – von Forschungseinrichtungen bis zum Roboterhersteller. Gemeinsam sind die Anwender in der Lage, selbstkomplexe Robotikanwendungen erfolgreich umzusetzen. Pilz entwickelt und testet seine ROS-Pakete selbst nach den industriellen Qualitätskriterien und Anforderungen des ROS Industrial Consortiums und bietet somit hochwertigen Code für anspruchsvolle industrielle Aufgaben.

5 / 6

Ähnliche Beiträge