Soft-SPS als disruptive Kraft

Der Umsatz von Beckhoff ist seit 2000 mit einer jährlichen Wachstumsrate von ~15 % gestiegen ist, während der Geschäftsbereich Factory Automation von Rockwell Automation im gleichen Zeitraum eine jährliche Wachstumsrate von 3 % verzeichnete. Dieser Wachstumsunterschied hat dazu geführt, dass Beckhoff im Jahr 2019 mehr als 30 % des Umsatzes des Geschäftsbereichs Factory Automation von Rockwell Automation ausmachen wird, während es im Jahr 2000 noch <5 % waren. (Quelle: IoT-Analytics)

Der Umsatz von Beckhoff ist seit 2000 mit einer jährlichen Wachstumsrate von ~15 % gestiegen ist, während der Geschäftsbereich Factory Automation von Rockwell Automation im gleichen Zeitraum eine jährliche Wachstumsrate von 3 % verzeichnete. Dieser Wachstumsunterschied hat dazu geführt, dass Beckhoff im Jahr 2019 mehr als 30 % des Umsatzes des Geschäftsbereichs Factory Automation von Rockwell Automation ausmachen wird, während es im Jahr 2000 noch <5 % waren. (Quelle: IoT-Analytics)

Hardware-SPS (ein Markt, in dem die etablierten Anbieter dominieren) haben in der Vergangenheit die meisten Anforderungen des bestehenden / High-End-Markts erfüllt, wie z. B. hohe Zuverlässigkeit, schnelle Zykluszeiten und, was vielleicht am wichtigsten ist, die Fähigkeit der vorhandenen Facharbeiter zur Unterstützung und Wartung der Systeme. Soft-SPS hingegen richteten sich zunächst an die Bedürfnisse neuer und weniger anspruchsvoller Kunden, indem sie flexiblere, nicht-deterministische Steuerungslösungen anboten, oft zu einem Bruchteil der Kosten ähnlicher Hard-SPS. Seit ihrem Aufkommen in den 90er Jahren sind Soft-SPS dank Fortschritten bei Virtualisierungstechnologien, Echtzeit-Linux-Betriebssystemen und leistungsfähigerer Edge-Computing-Hardware rasch leistungsfähiger geworden, wodurch sich die Produktleistung verbessert hat.

Laut Sharmila Annaswamy untermauert der Vergleich des Markterfolgs von Beckhoff (ein Anbieter, der Soft-SPS-Technologie einsetzt) mit dem von Rockwell Automation, einem führenden "Hard-SPS"-Anbieter, das Argument, dass Soft-SPS eine disruptive Kraft auf dem Markt sind.

Laut Christensen werden etablierte Anbieter oft verdrängt, wenn sie sich auf die Verbesserung ihrer bestehenden Produkte konzentrieren, anstatt auf den Zug aufzuspringen und neue disruptive Technologien zu übernehmen. Die Marktanalyse von IoT Analytics zeigt aber auch, dass die etablierten Anbieter die Bedrohung durch Soft-PLC nicht ignorieren. Inzwischen haben auch die etablierte Automatisierungsanbieter Soft-SPS-Angebote im Programm, viele stammen aus Übernahmen innerhalb der letzten 5 Jahre.

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