Verbindungstechnik für AMR und Shuttle-Systeme

Bild 02: Dr. Patrick Olivan ist Head of Strategic Business and Industry Development bei der U.I. Lapp GmbH. (Quelle: Lapp)

Bild 04: Ein Shuttle-System in einem automatischen Lager- und Bereitstellungssystem ist eine dynamische Lösung zur Ein- und Auslagerung von Behältern oder Paletten. Durch sein Angebot vorgefertigter Kabelbäume und Module hilft Lapp, Kosten zu reduzieren. Zudem sorgen weniger Zulieferer und geringere Komplexität für kürzere Montagezeiten. (Quelle: Lapp)
AMR und modulare Shuttle-Systeme (Bild 4) prägen die nächste Generation der Intralogistik. Minimaler Bauraum hohe Variantenvielfalt und fehlende Standards erhöhen jedoch die Komplexität. Gemeinsam mit dem Ingenieurteam eines internationalen Betreibers hochautomatisierter Warenlager wurden maßgeschneiderte Steckverbinder und optimierte Kabelbäume für Transportroboter mit nur wenigen Millimetern verfügbarem Bauraum entwickelt.
Für die jüngste Robotergeneration reduzierten sich die Varianten der Konstruktionszeichnungen von 350 auf 50, was das Engineering entlastete. Lapp unterstützt bei kurzen Innovationszyklen durch Überarbeitungen im Abstand von sechs bis zwölf Monaten, schnelle Prototypenentwicklung und globale Koordination von Engineering und Lieferung.
Zukunftssichere Komponenten für maximale Verfügbarkeit
Ob Regalbediengerät, Förderstrecke oder mobiler Roboter, die Leistungsfähigkeit entscheidet sich im Detail. Als weltweit tätiger Anbieter von integrierten Lösungen und Markenprodukten im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie hat Lapp sein Portfolio industrietauglicher Patchcords ausgebaut. Die vorkonfektionierten Leitungen sind einsatzbereit, verkürzen die Installationszeit und vereinfachen die Wartung. In den vergangenen zwei Jahren kamen bis zu 1 200 neue Steckverbinder hinzu, darunter robuste, leistungsfähige Recht- und Rundecksteckverbinder der Marke Epic. Durch die Akquisition eines internationalen Herstellers industrieller Steckverbinder wurde zudem die globale Lieferfähigkeit für intralogistische Anwendungen erweitert.
Zur Beschleunigung dieser Entwicklungen hat Lapp den Bereich Engineering restrukturiert und ausgebaut. Daraus entstanden Innovationen, wie die überarbeitete HQ-Serie, die Erweiterung des Portfolios im Bereich S/A Cordsets und der neugestaltete sowie mehrfach patentierte Steckverbinder Epic M23. Auch der neue Epic M12 Push-Pull steht für schnelle, sichere Verbindungen.
Systemkompetenz entlang der gesamten Wertschöpfung
Den Wandel in der Intralogistik hat Lapp frühzeitig erkannt und sein Portfolio zu integrierten Gesamtlösungen weiterentwickelt (Bild 5). Kunden profitieren weltweit von einem branchenfokussierten Angebot aus einer Hand. Dieses reicht von robusten Verbindungslösungen über kundenspezifische Sonderanfertigungen bis hin zu vorkonfektionierten Steckverbindungen in kompakten Bauformen. Damit vereint der Systemanbieter aus Stuttgart Kabel, Patchcords, Steckverbinder und Zubehör in einem Portfolio. Für die Praxis bedeutet das eine hohe Wertschöpfungstiefe, reduzierte externe Schnittstellen und deutliche Kostenvorteile durch gezielte Synergien.
„Wir verstehen die Applikation und liefern die Lösung“, bringt Dr. P. Olivan auf den Punkt. „Unser Anspruch ist es, Komplexität zu reduzieren und unseren Kunden die Inbetriebnahme so einfach wie möglich zu machen.“ Auch A. Heimler betont: „Intralogistik ist für uns ein Markt, in dem neben Standardangeboten auch individuelle Anforderungen im Vordergrund stehen. Wir investieren daher gezielt in Anwendungswissen, um in Zukunft weiterhin Lösungen zu entwickeln, die technische Exzellenz mit wirtschaftlicher Effizienz verbinden.“
Literatur
- U.I. Lapp GmbH, Stuttgart: www.lapp.com/de/de

