Die in vielen Automatisierungsanwendungen bewährten, industriegerecht ausgelegten Antriebe von EBM-Papst arbeiten üblicherweise an Kleinspannung, konkret an Gleichspannungen von 24 V oder 48 V.

Bild 01: Die in vielen Automatisierungsanwendungen bewährten, industriegerecht ausgelegten Antriebe von EBM-Papst arbeiten üblicherweise an Kleinspannung, konkret an Gleichspannungen von 24 V oder 48 V. (Quelle: EBM-Papst)

Prinzipiell ist Kleinspannung als Bereich der Niederspannung definiert mit maximal 120 V Gleichspannung oder maximal 50 V Wechselspannung. Für Mensch und Tier sind diese Werte nicht vollkommen harmlos, aber nicht lebensbedrohend. Auch für empfindliche Gerätschaften kann eine solche Kleinspannung in der Umgebung für eine sichere Funktion sinnvoll sein. Es lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, welche Kleinspannung bei elektrischen Antrieben aus Sicherheitsgründen angebracht ist.

Modulares Antriebssystem für den Kleinspannungsbetrieb

Die in vielen Automatisierungsanwendungen verbreiteten, industriegerecht ausgelegten Antriebe von EBM-Papst [1] arbeiten üblicherweise mit Kleinspannung, konkret sind das Gleichspannungen von 24 V oder 48 V (Bild 1). Das heißt nicht immer, dass die Motoren genau an diesen Spannungen betrieben werden müssen. Vielmehr sorgen Transformatoren in den Netzteilen und Batterien in mobilen Geräten für die notwendige galvanische Trennung und Sicherheit.

Wie bei Gleichspannungen unter 60 V allgemein üblich, ist prinzipiell bei den Antrieben kein aufwendiger Berührungsschutz vorzusehen. Denn die Kleinspannungswerte gelten im normalen Umfeld als ungefährlich. Eine klassische Definition für die Schutzkleinspannung gibt es nicht, nur das Ziel, dass diese Spannung völlig ungefährlich sein muss. Ob sie das ist, hängt von der Anwendung ab: Ein Industrieroboter oder ein fahrerloses Transportsystem stellen hier andere Anforderungen als ein medizintechnisches Gerät, das direkt am Patienten eingesetzt wird. Ein OP-Tisch (Bild 2) ist dafür ein gutes Beispiel: Obwohl bei weniger als 60 V Gleichspannung keine lebensbedrohenden Stromschläge zu befürchten sind, könnten schon kleinste elektrizitätsbedingte Muskelreflexe beim Patienten oder Operateur schwerwiegende Auswirkungen haben. Das gesamte Sicherheitskonzept und das Gerätedesign entscheiden in solchen Fällen über die Wahl der richtigen Spannung. Die Kleinspannungsantriebe sind hier eine sehr gute Wahl (Bild 3).

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