Anwendungen in der Praxis
Wer für seine Anwendung sowie bei den AGV ohne Weiteres auf Antriebe mit Kleinspannung setzen kann, profitiert an unerwarteten Stellen: So darf beispielsweise Personal ohne spezielle Qualifikation die Inbetriebnahme durchführen, wenn Sicherheits- und Risikobetrachtung dies erlauben. Bei Montagerobotern etwa könnten einfachere Anlagen- und Werkskonzepte möglich werden. Kleinspannung lohnt sich also mehrfach; die richtige Schutzkleinspannung sogar noch mehr. Dazu zählen auch Anwendungen, bei denen eine besonders hohe elektrische Sicherheit gewährleistet sein muss, wie beim erwähnten OP-Tisch. Denn auch wenn die Hersteller hier auf den ersten Blick sehr anspruchsvolle Wünsche haben, lässt sich meist die passende Lösung finden. Sie haben die Verantwortung für ihr Gerät und definieren dementsprechend die Anforderungen an die Antriebe. Dazu zählen etwa die Einhaltung der Luft- und Kriechstrecken, Isolationskonzepte oder der Einsatz bestimmter Materialien, die beispielsweise nicht ausgasen oder brennen dürfen. Dank der jahrzehntelangen Erfahrung von EBM-Papst lässt sich in solchen Fällen meist eine Standardlösung aus dem modularen Antriebssystem mit weit über 4 000 Kombinationsmöglichkeiten finden. Durch die Kleinspannung können die Leitungen bei den elektrischen Anschlüssen kleiner dimensioniert werden. Im Vergleich zu Niederspannungsantrieben sind diese Motoren inklusive Elektronik dadurch kompakter und lassen sich auch bei beengten Einbauverhältnissen gut unterbringen.
Auf Herz und Nieren geprüft
Mit den Prüfeinrichtungen, die bei EBM-Papst im Haus verfügbar sind, werden die gewählten Antriebslösungen auf Herz und Nieren geprüft und entsprechende Dokumentationen erstellt. Dabei ist es auch möglich, dass Standardantriebe mit überschaubarem Aufwand sich an die Anwenderwünsche anpassen lassen. Schon eine andere Betrachtungsweise kann helfen. Vielleicht lässt sich der gewünschte Effekt zum Beispiel schon mit einem galvanisch getrennten Netzteil erreichen.

