Die gekühlte Wärmebildkamera A6301 erfasst auch bei sehr schnellen Prozessen jedes Produkt und erstellt ein scharfes, aussagekräftiges Wärmebild.

Bild 01: Die gekühlte Wärmebildkamera A6301 erfasst auch bei sehr schnellen Prozessen jedes Produkt und erstellt ein scharfes, aussagekräftiges Wärmebild. (Quelle: Movitherm)

Heutige Produktionsanlagen werden mit einem hohen Grad an Automatisierung und mit einem besonderen Fokus auf Kosteneffizienz geplant. Weil dafür ein hoher Durchsatz ideal ist, läuft die Produktion oft sehr schnell rund um die Uhr und möglichst ohne Unterbrechung. Für die Qualitätskontrolle bedeutet das: Um Bewegungsunschärfe in den Wärmebildern zu vermeiden, muss eine hochwertige, schnelle Wärmebildkamera verwendet werden – also ein gekühltes System. Im Gegensatz zu einer ungekühlten Wärmebildkamera ist ein gekühltes Kameradesign mit seinem Kryokühler allerdings deutlich aufwendiger und wartungsintensiver. Flir [1] hat darauf reagiert und 2024 mit der gekühlten MWIR-Wärmebildkamera A6301 ein Modell auf den Markt gebracht, dass durchschnittlich ca. 27 000 Betriebsstunden (also mehr als drei Jahre) ununterbrochen im Einsatz sein kann, bevor es gewartet werden muss (Bild 1).

Induktives Versiegeln von Verschlüssen mit Klebefolien

Das induktive Versiegeln von Verschlüssen basiert im Wesentlichen auf der gleichen Technologie wie das kabellose Aufladen von Mobiltelefonen, aber anstatt ein Telefon zu laden, wird ein mit Klebstoff beschichtetes Folienelement im Flaschenverschluss berührungslos erhitzt. Durch die Hitze schmilzt der Klebstoff und es entsteht die gewünschte luftdichte Versiegelung durch die Folie (Bild 2).

Das kalifornische Unternehmen Movitherm [2] hat sich auf schlüsselfertige Thermografie-Prüflösungen spezialisiert und setzt dafür u. a. Wärmebildkameras von Flir ein. Tae Moon (Bild 3), Anwendungsingenieur bei Movitherm, erklärt, wie die Qualitätskontrolle funktioniert: „Unser TSI-System ist dank verschiedener Sensoren und Wärmebildkameras in der Lage, zu ermitteln, ob die Versiegelung intakt ist. Durch die Analyse verschiedener Aspekte des Wärmebilds, das wir von den Flaschensiegeln erhalten, kann der Algorithmus bestimmen, ob es sich um eine gute Versiegelung, eine zu schwache bzw. eine zu starke Versiegelung oder etwa um eine fehlerhafte Verbindung durch Faltung der Folie handelt. Aus einem einzigen Wärmebild können wir also eine Menge Rückschlüsse ziehen. Deshalb ist es äußerst wichtig, ein sehr scharfes und gutes Infrarot-Bild zu haben.“

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