Traditionelle Schutzsysteme

Die heute angewandten Techniken zum Schutz des Menschen vor Gefahren durch die Maschine sind seit vier Jahrzehnten weitgehend unverändert. Nach wie vor sind Türen und Schutzeinrichtungen mit Verriegelungsschalter die am weitesten verbreitete Methode zum Schutz des Bedieners. Für umfassenderen Schutz müssen in der Regel weitere Verriegelungseinrichtungen eingebaut werden.

„Jeder, der einmal Fehler in einem solchen Sicherheitskreis behoben hat, weiß, dass ein Kurzschluss in der Verkabelung oder in einem Gerät zu einem einkanaligen Fehler führt“, sagt Rich Gibson, Product Mar- keting Manager bei ABB [2]. „Den Fehler zu suchen, bedeutet, Türen zu öffnen und zu schließen, Verbindungen zu ziehen und die Verkabelung sichtbar zu überprüfen. Es liegt also auf der Hand, dass mehr Geräte die Zuverlässigkeit reduzieren und den Wartungsaufwand erhöhen.“

Es ist aber auch leicht nachvollziehbar, warum dieser Ansatz verwendet wurde. Störsignale führten in AC-230-V-Systemen oft zum Mikroverschweißen von Kontakten der Sicherheitsschalter. Dies stellte zum einen ein Wartungsproblemund zum andern – viel gravierender – eine Gefahr für die Bediener dar. Die Leistungsfähigkeit der Schalter musste so dimensioniert werden, dass sich verschweißte Kontakte wieder lösten. Heutzutage arbeiten digitale Geräte im mA- Bereich, was Verschweißen von Kontakten vermeidet.

2 / 5

Ähnliche Beiträge