S7-HMI in gewohnter Projektierung nun mit automatisch erstellter Web-Visualisierung.

Bild 01: S7-HMI in gewohnter Projektierung nun mit automatisch erstellter Web-Visualisierung. (Quelle: Insevis)

Für Oktober 2023 hat Microsoft offiziell das Ende von Windows Embedded Compact, auch bekannt als Windows CE, angekündigt. Damit stehen auf Windows CE basierende oder speziell für dieses Betriebssystem entwickelte Geräte und Systeme vor dem Aus. Mit dem Ende des Supports für Windows CE ergeben sich in Bezug auf den Schutz vor Viren und Sicherheitslücken bestimmte Risiken für bestehende Anlagen, die weiterhin auf diesem Betriebssystem basieren. Die Abhängigkeit von fremden Betriebssystemen hat sich für Hardwarehersteller letztlich als Sackgasse erwiesen.

Oft sind diese Systeme langfristige Investitionen, denn der Übergang zu einem anderen Betriebssystem erfordert erheblichen Aufwand an Personal, Zeit und Fachwissen. Nun stellt sich für Hersteller, Automatisierer und natürlich für jeden betroffenen Anwender die Frage, wie sich Anwendungen mit den problematischen Windows-CE-Geräten zukunftssicher und mit möglichstgeringem Ressourcen aufwand ersetzen lassen. Ein kompletter Neuentwurf der Visualisierung mit einer völlig neuen Projektierungssoftware wird dabei wohl eher nicht erwogen. Und wer aus den Versorgungsengpässen gelernt hat, wird zumindest die Herkunft und Beschaffungssicherheit des neuen Panels genauer hinterfragen, um sich nicht wieder internationalen Handels risiken auszusetzen.

Neue Funktionen implementieren

In der S7-Welt besteht die Möglichkeit eines Upgrades auf die neue Generation der Unified-Panels von Siemens oder die des einfachen Ersatzes mit Insevis-HMI (Bild 1). Wie bei jedem Upgrade üblich, werden neue Funktionen implementiert. Bei den Unified-Panels sind dafür teils auch neue Programmierkenntnisse, wie JavaScript, erforderlich. Es stellt sich die Frage, inwieweit neue Funktionen für den Ersatz von Bestandspanels den Aufwand für die nötige Migration der TIA-Projekte und der TIA-WinCC-Visualisierung rechtfertigen. In einschlägigen SPS-Foren finden sich dazu sehr interessante Berichte zu der Umstellung auf Unified sowie zur „Data2Unified“-Erweiterung. Oftmals laufen Maschinenbaureihen auf einem älteren Stand des TIA Portals oder sogar des Simatic-Managers. Diese müssen für einen Umstieg alle noch auf die aktuelle TIA-Version hochgezogen werden, um überhaupt die Voraussetzung für eine funktionierende Unified-Struktur zu ermöglichen. Der daraus resultierende logistische Aufwand käme noch zu den oben genannten Anforderungen hinzu.

An diesem Punkt kommen die in Deutschland gefertigten S7-Panel-HMI von Insevis [1] ins Spiel. Deren Firm ware beruht auf einer Eigenentwicklung, die Bildumschaltzeiten sind dadurch erstaunlich schnell. Viren sind für Insevis-Kunden daher überhaupt kein Thema. Das ist ein entscheidender Vorteil, der regelmäßige Sicherheitsupdates unnötig macht. Trotzdem wird das Betriebssystem regelmäßig gepflegt. Möchte derNutzer eine neue Funktion nachrüsten, ist ein Update in 20 s bis 30 s erledigt, ohne dass die geladene Visualisierung beschädigt wird. Der integrierte Treiber zu den Insevis- wie auch zu den Siemens-S7-CPU [2] (aktive S7-Verbindung, Put/Get) ist im zugangsbeschränkbaren BIOS oder im Visualisierungstool konfigurierbar.

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