Trend 3: Bei kompakten Maschinen wird die Elektronik direkt in die Maschine integriert

Abbild der Trennung

Bild 4: Trennung (Quelle: Rittal)

Im Maschinenbau findet ein gegenläufiger Trend zur Dezentralisierung statt. Man versucht eine Maschine möglichst kompakt und zentral aufzubauen, um die Inbetriebnahme möglichst einfach gestalten zu können. Häufig werden Maschinen als komplett transportierbare Einheit aufgebaut. Trotzdem muss die Steuerungstechnik für die Maschinen an der richtigen Stelle untergebracht werden. Dies erfolgt durch maschinenintegrierte Standard-Schaltschränke oder durch entsprechende Integration in den Maschinenkorpus. Zu beachten sind dabei weiterhin die Anforderungen an Schutzart, Entwärmung, EMV und entsprechende Einbauvorschriften. Hier werden noch viele Fehler gemacht; auch für solche Konzepte bietet Rittal Produkte, Zubehör und Beratung. Viele Maschinenbauer bevorzugen weiterhin eine klare Trennung der elektrotechnischen Ausrüstung vom Maschinenkorpus, um Wechselwirkungen etwa von elektromechanischen Schaltgeräten auf Werkstücke zu vermeiden (Bild 4). Auch die Servicefreundlichkeit, Wartbarkeit der Anlagen ist durch leichteren Zugang häufig ein wesentliches Argument, auf die Integration zu verzichten.
Als Beispiel hat der Maschinenbauer Supfina folgende Erfahrungen genannt: Die Entwicklung der Superfinish-Maschine der Serie Planet V bringt drei Erkenntnisse ans Tageslicht. Erstens: Nicht durch den Aufbau von Monolithen, sondern durch flexible Anordnung von Maschinensegmenten wird maximale Flexibilität bei flächenoptimierter Maschinenaufstellung erreicht. Zweitens: Im Maschinenbau sorgt der Einsatz von Standardlösungen für maximale Effizienz – das gilt auch für den Schaltschrank und die Klimatisierung von designorientierten Maschinen. Und drittens: Die Entkopplung von notwendiger technischer Ausrüstung wie Elektrik, Pneumatik und Hydraulik durch Auslagerung der Schaltschranktechnik reduziert thermische und mechanische Einflüsse auf die Maschinen und erhöht die Qualität.

Fazit

Egal ob zentral oder dezentral – Rittal bietet seinen Kunden Lösungen, um hochwertige Elektronik sicher zu verpacken, zu entwärmen und mit Energie zu versorgen. Für welche Schaltschrank-Infrastruktur die Entscheidung fällt, hängt von vielen Parametern ab und muss letztendlich durch den Kunden entschieden werden. Entscheidendes Kriterium ist, ob die entsprechenden Lösungen einen technischen und wirtschaftlichen Vorteil bieten – dies gilt sowohl für den Maschinenbauer als auch für den Endanwender.

ETZ Redaktion
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