Doppelter Schutz durch Firewalls und Microsegmentierung

Antriebsriemen von Arntz Optibelt bringen unter anderem Fahrräder

Bild 02: Antriebsriemen von Arntz Optibelt bringen unter anderem Fahrräder in Bewegung. (Quelle: Phoenix Contact)

Die Managed Switches von Phoenix Contact sorgen aufgrund

Bild 03: Die Managed Switches von Phoenix Contact sorgen aufgrund von Redundanzmechanismen und zahlreichen Diagnosefunktionen für ein ausfallsicheres Netzwerk. (Quelle: Phoenix Contact)

Durch eine enge Zusammenarbeit mit der IT konnten Schnittstellen

Bild 04: Durch eine enge Zusammenarbeit mit der IT konnten Schnittstellen und Verantwortlichkeiten gut geregelt werden. (Quelle: Phoenix Contact)

Security-Router vor jeder Maschine schützen das Netzwerk

Bild 05: Security-Router vor jeder Maschine schützen das Netzwerk vor Broadcaststürmen und unbefugten Zugriffen. (Quelle: Phoenix Contact)

Alle Netzwerkkomponenten werden über eine Software zentral konfiguriert

Bild 06: Alle Netzwerkkomponenten werden über eine Software zentral konfiguriert und gepatcht. (Quelle: Phoenix Contact)

Achim Werdehausen, Martin Hecker und Maik Hagemeyer

Bild 07: Achim Werdehausen, Martin Hecker und Maik Hagemeyer (v. l. n. r.) planen bereits das nächste gemeinsame Projekt. (Quelle: Phoenix Contact)

Genau diese Weitsicht kam den Beteiligten wenige Jahre später zugute, als die IT zusätzliche Anforderungen an die Security des Fertigungsnetzwerks stellte. „Inzwischen ist unser Produktionsnetzwerk systemkritisch geworden. Wenn es ausfällt, steht die Fertigung“, erklärt M. Hagemeyer. Security wurde somit zu einem kritischen Faktor. Die IT wollte alle Kommunikationsbeziehungen, die zwischen den Hallen sowie zwischen Hallen und dem überlagerten IT-Netzwerk stattfinden, über Firewalls regulieren (Bild 4). Nach einer gemeinsamen Beratung fand das Expertenteam von Arntz Optibelt und Phoenix Contact eine gute Lösung. Eine klassische IT-Firewall routet in die Subnetze und überwacht die Kommunikationsbeziehungen zwischen Produktion und IT, sowie zwischen den Subnetzen/VLAN. Darüber hinaus wurde eine Mikrosegmentierung eingeführt: Jede einzelne Fertigungsanlage wird durch industrielle Security-Router weiter geschützt (Bild 5). So lassen sich Broadcaststürme verhindern und Zugriffe in die Profinet-Anlagen absichern. Dieser zusätzliche Schutz des Produktionsnetzwerks kam gerade noch rechtzeitig: 2024 wurde Arntz Optibelt Ziel eines starken Cyber-Angriffs, der auch Teile der IT lahmlegte. Zum Glück konnten die Angreifer aufgrund des sicheren Netzwerkkonzepts nicht auf das Fertigungsnetzwerk zugreifen.

Einfache Konfiguration und Überwachung

Um das wachsende Netzwerk gut managen zu können, setzt Arntz Optibelt inzwischen auf ein professionelles Netzwerkmanagement. Mit der Netzwerkmanagementsoftware von Phoenix Contact lassen sich die im Feld eingesetzten Geräte einfach konfigurieren und überwachen sowie Firewall-Regelsätze basierend auf den Kommunikationsbeziehungen generieren. Gemeinsam mit Arntz Optibelt sind hier neue Wege beschritten worden. Die Software zum Gerätemanagement wurde flexibel auf einer containerbasierten Plattform umgesetzt. „Das ist das Schöne an der Zusammenarbeit. Wir lernen und profitieren voneinander“, berichtet M. Hagemeyer (Bild 6).

Insgesamt standen die Spezialisten von Phoenix Contact im kompletten Ablauf zur Seite. M. Hecker: „Wir haben das Netzwerk-Design erstellt sowie am Standort Höxter beim Rollout unterstützt. Die Mitarbeitenden von Arntz Optibelt sind von den Kollegen und mir geschult und bei der Weiterentwicklung des Netzwerks begleitet worden. Außerdem haben wir neue VLAN angelegt und bei der Identifizierung von Netzwerkstrukturen sowie dem Monitoring und der Konfiguration geholfen.“ Die Installation des Netzwerks lief ebenso gemeinsam ab. Die vielen Switch-Boxen, die überall in der Produktion verteilt montiert worden sind, wurden bereits fertig von Phoenix Contact geliefert. Inzwischen wird bereits die dritte Generation von Switch-Boxen eingesetzt, bei deren Entwicklung die Erfahrungen von Arntz Optibelt maßgeblich mit eingeflossen sind.

„Die Kooperation mit Phoenix Contact macht wirklich Spaß. Unser nächstes gemeinsames Projekt ist bereits in Arbeit“, berichtet M. Hagemeyer. Im Projekt entwickelt das Team ein standardisiertes Fernwartungskonzept, um sicher auf Maschinen zugreifen zu können. Auch hier wird wieder eine Lösung von Phoenix Contact zum Einsatz kommen (Bild 7).                                                                                                        

Live Hacking und Security-Podiumsdiskussion auf der SPS

Vom 25. bis zum 27. November 2025 präsentiert sich die SPS Smart Production Solutions in Nürnberg. Wie in jedem Jahr befindet sich der Messestand von Phoenix Contact in Halle 9, Stand 310. Dort erwarten die Besuchenden verschiedene Schwerpunktthemen, unter anderem zu Digitalisierung und Security. Beiden Bereichen kommt eine stetig wachsende Bedeutung zu. Das spiegelt sich auch im Messeauftritt wider.

Auf der Bühne findet an den drei Messetagen unter dem Motto „Industrial Security zum Anfassen“ ein Live Hacking statt. Spezialisten demonstrieren, wie Hacker Sicherheitslücken ausnutzen, um Daten auszuspionieren oder Systeme zu sabotieren. Zudem zeigen die Fachleute geeignete Schutzmaßnahmen, die ein unzulässiges Eindringen in das Produktionsnetzwerk verhindern. In einer Podiumsdiskussion berichtet ein Mitarbeiter der Arntz Optibelt GmbH, wie ein ausgefeiltes Netzwerk- und Security-Design das Unternehmen bei einem Cyber-Angriff vor Schäden im Fertigungsbereich geschützt hat. Weitere Informationen und Termine zum SPS-Auftritt sind unter www.phoenixcontact.de/sps-messe verfügbar.

Literatur

  1. Optibelt GmbH, Höxter: www.optibelt.com
  2. Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Bad Pyrmont: www.phoenixcontact.net/webcode/#1551

 

Alyssia Aulenberg ist als Manager Marketing and Communications Automation Infrastructure für die Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Bad Pyrmont tätig. aaulenberg@phoenixcontact.com
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