Die Smart Communication Card von ABB ist eine sichere Schnittstelle, die durchgängige Datenflüsse von der Feldebene bis zur Cloud ermöglicht. (Quelle: ABB)
"Überall dort, wo keine zentrale Steuerung vorhanden ist, eröffnet die Smart Communication Card neue Möglichkeiten", berichten die ABB-Experten. "Wenn Betriebsdaten in Echtzeit ausgewertet und für intelligente Entscheidungen genutzt werden können, bietet das erhebliches Optimierungspotenzial – ob in der Gebäudetechnik, bei mobilen Energieanlagen oder dezentralen Pumpstationen."
Mit der Smart Communication Card erhalten Anwender die passende Lösung, das sie als kompaktes Edge-Device Komponenten vor Ort mit lokalen Servern oder Cloud-Systemen verbindet – zusätzliche Gateways oder Industrie-PC sind dazu nicht erforderlich. Das Gerät erfasst Betriebsdaten, wie Messwerte oder Statusmeldungen auf der Feldebene, und bereitet sie für die Weiterverarbeitung auf. "Über standardisierte Protokolle, wie OPC UA, Modbus RTU und TCP, erfolgt die Kommunikation mit Steuerungen, Mess- oder Schutzgeräten. Gleichzeitig ermöglicht die Smart Communication Card über MQTT oder HTTPS die einfache Anbindung an übergeordnete Plattformen für Zustandsüberwachung, Alarmierung oder automatisierte Auswertungen. So entstehen durchgängige Datenflüsse", gibt das Unternehmen an.
„Mit der Smart Communication Card schlagen wir herstellerunabhängig die Brücke zwischen verschiedenen Anwendungen und Daten. Sie ist der Schlüssel zu mehr Effizienz, Sicherheit und digitaler Resilienz in der Industrie“, so Sven Glöckler, Segment Manager OEM bei ABB Elektrifizierung.
Als weiterer Vorteil wird angegeben, dass sich über die integrierte und intuitiv bedienbare Open-Source-Plattform Node-RED Datenflüsse, einfache Logiken und Visualisierungen direkt im Webbrowser erstellen lassen – ganz ohne Programmierkenntnisse. "Per Drag-and-drop verbinden Anwender vorgefertigte Funktionsblöcke zu individuellen Abläufen: Welche Daten sollen überwacht, wann ein Alarm ausgelöst oder welche Benachrichtigung bei einem Schwellwert versendet werden? So lassen sich etwa Temperaturverläufe in HLK-Systemen visualisieren, Störungen bei Pumpenanlagen automatisch melden oder Energieverbräuche in mobilen Anwendungen auswerten – flexibel anpassbar an den konkreten Betrieb", heißt es in der Meldung weiter.
Aufgrund ihres kompakten Designs, der einfachen Inbetriebnahme per Web-Konfiguration und der Unterstützung offener Standards lässt sich die Smart Communication Card sowohl in neuen Projekten integrieren als auch für die digitale Nachrüstung bestehender Systeme anwenden. Die Anbindung erfolgt über gängige Schnittstellen, wie Ethernet oder RS-485. Laut ABB ist die Smart Communication Card kompatibel mit Geräten verschiedener Hersteller. "Für den sicheren Betrieb sorgen Schutzmechanismen, wie verschlüsselte Datenübertragung, integrierte Firewall, Secure Boot und rollenbasierte Benutzerverwaltung. Dadurch werden die Kommunikation und Gerätesoftware vor unbefugtem Zugriff und Manipulation geschützt", verdeutlichen die Experten.
Intelligente Datennutzung
Als typisches Einsatzfeld wird die zustandsbasierte Überwachung dezentraler Systeme, etwa von Pumpstationen, HLK-Anlagen oder mobilen Versorgungsmodulen, genannt. "Die Smart Communication Card erfasst kontinuierlich Betriebs- und Zustandsdaten, erkennt frühzeitig Abweichungen und liefert wertvolle Hinweise, die auf möglichen Verschleiß oder Fehlfunktionen hinweisen. So lassen sich Wartungsmaßnahmen gezielt und vorausschauend planen, Ausfälle vermeiden und die Verfügbarkeit deutlich erhöhen", werden als Vorteile genannt. Auch beim Energiemonitoring zeige sie ihre Stärken: "Verbrauchsdaten werden lokal oder cloudbasiert ausgewertet und helfen dabei, Lastspitzen zu erkennen, Verbräuche zu vergleichen und den Energieeinsatz gezielt zu optimieren."