AMA-Grafik zeigt quartalsweise Umsatzentwicklung der Sensorik- und Messtechnikbranche seit 2015

Die Sensorik- und Messtechnikbranche verbucht im ersten Quartal 2026 ein Umsatzplus von 12 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. (Quelle: AMA Verband)

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine rund 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Als besonders positiv wird die Entwicklung des Auftragseingangs zu Jahresbeginn beschrieben. Dieser erhöhte sich laut dem AMA Verband um 16 % gegenüber dem Vorquartal und zeigt eine hohe Nachfrage nach Lösungen aus der Sensorik und Messtechnik. Daraus ergibt sich für das erste Quartal 2026 ein positives Book-to-Bill-Ratio von 1,16 für die AMA-Mitglieder. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz im gleichen Zeitraum und ist ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die positive Branchenentwicklung im 1. Quartal spiegelt sich auch in beständigen Beschäftigungszahlen wider. Lediglich 5 % der AMA-Mitglieder gaben an, in Kurzarbeit zu beschäftigen. "Das deutet auf eine positive wirtschaftliche Lage innerhalb der Sensorik- und Messtechnikbranche hin, trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und Verschiebungen in traditionellen Anwendermärkten", so die AMA-Experten.

Als ein weiterhin zentrales strategisches Thema nennt der Fachverband die Regulierung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Die Ergebnisse der Umfrage unter den AMA-Mitgliedern zeigen, dass sich die Mehrheit der Unternehmen bereits intensiv mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzt: Knapp 39 % der Befragten befinden sich derzeit in einer ersten Analysephase, während 20 % bereits konkrete Maßnahmen planen. Rund 24 % haben mit der Umsetzung begonnen oder ihre Prozesse bereits weitgehend angepasst. 4 % der Unternehmen haben sich bislang noch nicht mit dem Thema PFAS beschäftigt.

"Damit wird deutlich, dass die PFAS-Regulierung für die Sensorik- und Messtechnikbranche längst ein strategisch relevantes Thema ist. Die Unternehmen arbeiten aktiv daran, ihre Produkte und Prozesse an mögliche regulatorische Anforderungen anzupassen und langfristige Planungssicherheit zu schaffen", so die AMA-Experten weiter.

Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbands, erklärt: „Die Ergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass die Sensorik- und Messtechnikbranche wächst und gleichzeitig ihre Zukunftsthemen aktiv adressiert. Die positive Dynamik im Auftragseingang unterstreicht die Innovationskraft unserer Branche. Gleichzeitig gehen unsere Unternehmen regulatorische Themen wie PFAS frühzeitig und strategisch an. Als AMA-Verband unterstützen wir unsere Mitglieder dabei aktiv.“

AMA Verband (ih)

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