Ansys und Rockwell Automation erweitern Digital-Twin-Konnektivität

Ansys und Rockwell Automation wollen gemeinsam industrielle Abläufe mit erweiterter Digital-Twin-Konnektivität optimieren (Quelle: Adobe Stock / Vittaya_25)

In einer gemeinsamen Pressemeldung geben Ansys und Rockwell Automation an, mit ihrer Zusammenarbeit die Konnektivität des digitalen Zwillings auf industrielle Steuerungssysteme erweitern zu wollen. Anwender sollen dadurch unter anderem das Design und die Leistung industrieller Abläufe optimieren können. "Durch die Implementierung simulationsbasierter digitaler Zwillinge können Ingenieurteams neue Erkenntnisse gewinnen, Innovationen beschleunigen und die Kosten von der Entwurfsphase bis zur Produktion senken", geben die Partner an.

Die neueste Version der Studio-5000-Simulationsschnittstelle von Rockwell Automation lässt sich dazu jetzt mit Ansys Twin Builder verbinden. Automatisierungs- und Prozessingenieure können somit simulationsbasierte digitale Zwillinge wirksam einsetzen. "Nutzer können Designs in einem virtuellen Raum erstellen und testen und so Zeit und Kosten sparen, die normalerweise mit der Herstellung und dem Test teurer physischer Prototypen verbunden sind. Die digitale Domäne kann auch verwendet werden, um Prozessänderungen zu testen, bevor sie im Feld implementiert werden, was den Durchsatz und weitere Leistungsaspekte steigern kann", heißt es in der Pressemeldung weiter.

Als ein weiterer wichtiger Vorteil simulationsbasierter digitaler Zwillinge wird die vorausschauende Wartung angegeben. So ermöglicht Ansys Twin Builder den Anwendern Multiphysik-Analysen, um zu verstehen, wie sich Kräfte wie Durchflussraten, mechanische Spannungen und thermische Profile auf Anlagen im Feld auswirken. "Ingenieure können diese Erkenntnisse nutzen, um die verbleibende Lebensdauer der Geräte zu berechnen und die Wartung zu planen, wodurch das Risiko kostspieliger ungeplanter Ausfallzeiten verringert wird", geben die Experten an.

„Durch die Verbindung eines Steuerungssystems mit Ansys Twin Builder können Benutzer komplexe physikalische Prozesse simulieren und realistische Eingaben in das Steuerungssystem machen“, sagt Julie Robinson, Business Manager, Rockwell Automation. „Dies kann über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg relevante Erkenntnisse liefern. Wenn beispielsweise ein Simulationsmodell parallel zu einem physischen System während der Produktion läuft, können Möglichkeiten zur Leistungsoptimierung in Echtzeit aufgedeckt werden.“

Die Partner verweisen darauf, dass sich Benutzer digitale Zwillinge mit der verbesserten Studio-5000-Simulationsschnittstelle und Ansys Twin Builder an emulierte oder physische Steuerungen anschließen können. Die Verbindung mit einer emulierten Steuerung könne den Anwendern helfen, die Produktion in der Entwurfsphase zu optimieren, während es ihnen die Verbindung mit einer physischen Steuerung ermöglicht, die optimale Geräteleistung mit der tatsächlichen Leistung zu vergleichen.

„Die Verbindung der digitalen und physischen Welt mit dem Studio 5000 Simulation Interface schafft einen enormen Mehrwert für die Anwender“, sagt Shane Emswiler, Senior Vice President of Products bei Ansys. „Es kann ihnen dabei helfen, schneller und zu geringeren Kosten von konzeptionellen Entwürfen zu physischen Geräten zu gelangen. Es kann nützliche neue Erkenntnisse während der Produktion liefern. So können Benutzer beispielsweise Was-wäre-wenn-Szenarien anwenden, um die Auswirkungen von Änderungen auf einen Prozess zu verstehen. Sie können virtuelle Sensoren erstellen, um Werte zu schätzen, was sonst zu teuer wäre oder die gar nicht hätten erhoben werden können und sie können Auswirkungen wie Ausfälle vorhersagen, die sich negativ auf den Gewinn auswirken.“

Ansys/Rockwell Automation (ih)

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