Viele Firmen der Prozessindustrie sitzen auf einem Schatz aus Daten. Ihn mit zu heben, hat sich Endress+Hauser zur Aufgabe gemacht. (Quelle: Endress+Häuser)
Der intelligente Umgang mit Daten ist das große Versprechen unserer Zeit. „Selbst konservativste Unternehmen setzen inzwischen auf datengetriebene Analysen ihrer Prozesse“, beobachtet Marco Colucci, Digitalisierungsexperte bei Endress+Hauser Flow in Reinach/Schweiz. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsinitiativen wollten Kunden Daten für eine höhere Transparenz und somit bessere Entscheidungen nutzen. „Es geht darum, flexibler, schneller und effizienter zu werden“, berichtet er weiter.
Doch so groß die Chancen, so groß auch die Herausforderungen: „Wer auf der grünen Wiese eine neue Anlage baut, wird diese sicherlich durchdigitalisieren“, meint M. Colucci. „An einem gewachsenen Standort mit Komponenten verschiedener Hersteller und unterschiedlichen Alters stößt man freilich an verschiedenen Stellen an Grenzen.“ Und selbst wenn bereits intelligente Messgeräte in der Anlage verbaut sind, fehlt es oftmals an der digitalen Infrastruktur, um an die Prozess- und Gerätezustandsdaten zu gelangen und sie zu übertragen. „Obwohl unsere Messgeräte seit vielen Jahren digital kommunizieren können, machen 97 % unserer Kunden bislang keinen Gebrauch von dieser Option“, weiß M. Colucci. „Die Geräte sind zwar intelligent, aber der Korken steckt noch in der Datenflasche.“