Gruppenfoto vom Balluff-Managing-Board

Das Balluff-Managing-Board (v.l.): Frank Nonnenmann, Katrin Stegmaier-Hermle und Florian Hermle (Quelle: Balluff)

Balluff steigerte seinen Umsatz weltweit und über die gesamte Unternehmensgruppe hinweg von 410 Mio. € (2020) um 23 % auf 504 Mio. € in 2021. Der Umsatz wuchs über alle Regionen im zweistelligen Bereich. Wachstumstreiber war die Region Asia Pacific: Der dort generierte Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 37 % auf 96 Mio. € zu.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für uns. Wir sind sehr stolz darauf, dieses Ergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen erzielt zu haben. Unser Dank gilt dem globalen Balluff-Team“, so Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle.

Weiter auf Wachstumskurs

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die Weichen für unsere Organisation stehen weiterhin auf Wachstum“, so Geschäftsführer Frank Nonnenmann. „Im vergangenen Jahr haben wir die Neuausrichtung unseres Entwicklungs- und Produktionsnetzwerkes abgeschlossen und unsere Fertigung an den beiden großen Produktionsstandorten in Ungarn und China konzentriert. Unseren Firmensitz in Neuhausen bauen wir weiterhin konsequent zum Innovations- und Kompetenzzentrum aus.“ Zum Stichtag 31. Dezember 2021 beschäftigte Balluff weltweit 3.600 Personen an 38 Standorten und damit 4 % mehr als 2020.

Balluff konnte im vergangenen Jahr den Umsatz in seinen Kernbranchen – der Automobilindustrie, der Robotik und dem Maschinen- und Anlagenbau – steigern. „Wir haben im vergangenen Jahr einige Großprojekte realisiert und so unser Volumengeschäft ausgebaut“, erklärt F. Nonnenmann. Zudem treibt Balluff seine Diversifizierung weiter voran: Der Umsatz mit Kunden aus der Verpackungs-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie stieg um 27 %. Auch die Elektromobilität, insbesondere die Batteriefertigung, ist mit einer Umsatzsteigerung von 50 % ein Wachstumstreiber.

Spürbarer Digitalisierungsschub

Balluff begleitet seine Kunden auf dem Weg in die digitalisierte Fertigung. „Doch die Digitalisierung der Produktion unserer Kunden birgt nicht nur ein enormes Wachstumspotenzial für uns“, erklärt Geschäftsführer Florian Hermle. „Wir schauen auch auf unsere eigenen Abläufe und stärken die vernetzte, globale Zusammenarbeit. Mit unseren strategischen Inkubationsprogrammen (SIP) beschleunigen wir Innovation und verproben Geschäftsideen wie das Smart Reordering System oder das Portable Condition Monitoring System mit unseren Kunden.“

Auch das Ziel eines komplett digitalen Produktlebenszyklus von der Stückliste bis hin zum digitalen Zwilling möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2025 erreichen.

Als ein weiteres erfolgreiches Beispiel für die konsequente Digitalisierung bei Balluff wird der Webshop genannt, über den im vergangenen Jahr 10 % des Gesamtumsatzes generiert wurde. „Durch den Shop sind wir sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für unsere Kunden erreichbar. Bestellungen werden automatisch in unser globales Warenverteilzentrum in Neuhausen durchgereicht und am nächsten Tag ausgeliefert. Durch die Digitalisierung ist jeder Kunde damit nur einen ‚Maus-Klick‘ von uns entfernt,“ so F. Hermle.

Globale Taskforce gegründet

Die weltweiten Lieferengpässe insbesondere für elektronische Bauelemente stellen die gesamte Branche weiterhin vor große Herausforderungen. „Um die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten, haben wir bereits früh im Jahr 2021 eine globale Taskforce eingerichtet. Sie vernetzt Experten aus allen Unternehmensbereichen und ordnet die herstellbaren Produktionsmengen bestmöglich den Kundenaufträgen und Lieferprioritäten zu“, so F. Nonnenmann. Zudem hat das Unternehmen zusätzliche Lieferquellen erschlossen und Produktvarianten entwickelt, die weniger stark auf die knappen Elektronikkomponenten angewiesen sind.

Ausblick

Das Erfolgsjahr 2021 schaffe bei allen Herausforderungen eine gute Ausgangslage: Der Auftragseingang zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres lag 44 % über dem Wert im Dezember 2020 und die weltweite Nachfrage nach Sensor- und Automatisierungslösungen von Balluff ist weiterhin hoch. Das Unternehmen plant, die Fertigungskapazitäten an den großen Serienstandorten weiter auszubauen. Zudem soll die globale Lieferantenbasis erweitert und das Logistik- und Transportnetzwerk noch stärker auf die regionalen Bedürfnisse der Märkte ausgerichtet werden.

„Wir agieren in einer Zeit hoher Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine – einem Land mitten in Europa – macht uns alle betroffen“, erklärt K. Stegmaier-Hermle. Durch die weltweiten Lieferengpässe für Elektronikbauteile, den Krieg in der Ukraine, dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und den unklaren weiteren Pandemieverlauf, bleibt die Geschäftsführung vorsichtig mit konkreten Prognosen. "Wir werden alles dafür tun, möglichst flexibel und im Sinne unserer Kunden auf die Situation zu reagieren," so K. Hermle.

Balluff (ih)

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