Balluff hat zu seinem 100-jährigen Bestehen eine Jubiläumswebsite gelauncht

Balluff hat zu seinem 100-jährigen Bestehen eine Jubiläumswebsite gelauncht (Quelle: Balluff)

"Wir sind stolz auf das, was unser Unternehmen im vergangenen Jahrhundert erreicht hat und gespannt auf alles, was noch kommen wird. Deshalb möchten wir an Balluffs Geschichte erinnern und einen Blick in die Zukunft wagen“, sagt Balluff-Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle.

Jubiläumswebsite gelauncht

Um Interessierte auf die Zeitreise mitzunehmen, hat Balluff eine Jubiläumswebsite veröffentlicht, auf der zahlreiche Geschichten von den Meilensteinen des Unternehmens über das Jubiläumsjahr hinweg erzählt werden: Zeitzeugen kommen zu Wort, aktuelle Projekte, Mitarbeiter und Standorte werden vorgestellt, Branchenexperten nehmen zu wichtigen Themen der Zukunft Stellung. „In 100 Jahren passiert einiges. Wir haben nicht nur zahlreiche neue Entwicklungen auf den Weg gebracht, sondern sind als Unternehmen mit der Zeit gegangen“, sagt Balluff-Geschäftsführer Florian Hermle. Balluff ist heute noch ein Familienunternehmen: Florian Hermle und Katrin Stegmaier-Hermle sind Urenkel des Firmengründers Gebhard Balluff. Heute leiten sie gemeinsam mit Frank Nonnenmann das Unternehmen, der im vergangenen Jahr auf Michael Unger folgte.

Von der Werkstatt zum globalen Automatisierungsspezialisten

Aus der 1921 von Gebhard Balluff gegründeten Reparaturwerkstatt ging ein Handwerksbetrieb hervor, der zunächst Dreh- und Frästeile herstellte. Das änderte sich Mitte der Fünfzigerjahre mit der Entwicklung einer elektrischen Steuerung für Werkzeugmaschinen. Die Herausforderung damals: Das Produkt musste in der Umgebung einer Werkzeugmaschine, in der Späne und Kühlmittel auftreten, funktionieren. Das Produkt wurde ein Erfolg, der Markt dafür größer – und damit wuchs auch das Unternehmen. Ende der Sechzigerjahre kamen dann die induktiven Näherungsschalter auf, und damit erfolgte der Umschwung von mechanischen auf elektrische Produkte. Bis heute ist dieser Schritt eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Automatisierungstechnik von Balluff. Im Lauf der Jahre kamen so immer mehr Produkte und Entwicklungen hinzu: Auf die induktiven Näherungsschalter folgten Meilensteine der Produktentwicklung wie beispielsweise die ersten RFID-Systeme in den 1980er- oder magnetostriktive Wegaufnehmer und magnetkodierte Wegmesssysteme Anfang der 2000er-Jahre. Die Einführung von IO-Link als erste standardisierte digitale Schnittstelle auf der Sensor-/Aktuator-Ebene markierte 2006 den Einstieg in die Industrie 4.0. Intelligente Kamerasysteme erweiterten 2016 die Identifikationskompetenz des Unternehmens. Seit 2017 werden Digitalisierungslösungen stärker vorangetrieben. „Software ist ein zentraler Bestandteil für gute Automatisierungslösungen. Viele Produkte kommen ohne Software gar nicht mehr aus“, sagt F. Hermle. „Wir wollen in Zukunft verstärkt Strukturen schaffen, die den Software-Entwicklungsprozess unterstützen. Denn mithilfe der Software können Daten einfach für übergeordnete Systeme zugänglich sein. So werden aus den Daten wertvolle Informationen, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden.“

Heute arbeiten rund 3.600 Mitarbeiter in 68 Ländern für Balluff. Das globale Team soll das Unternehmen auch in Zukunft weiter voranbringen. „Wir sind stolz auf das Erreichte, dürfen uns aber nicht zufrieden zurücklehnen, sondern müssen immer hungrig für Neues sein“, sagt F. Hermle.

Balluff (ih)

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