Ernstfall proben, Mitarbeiter mitnehmen

Neben den technischen Systemen spielen die Fähigkeiten der Mitarbeiter bei der aktiven Abwehr und Aufarbeitung eines Angriffs eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund haben die technische Ausbildung neuer Mitarbeiter durch geeignete Studiengänge sowie die Fortbildung der eigenen Mitarbeiter große Bedeutung. Hinzu kommen Incident-Response-Pläne als wichtige Schritte, um im Ernstfall effektiv reagieren zu können. „Größere Unternehmen bündeln die Security-Kompetenzen in sogenannten Security Operation Centern (SOC). Zusätzlich sollte bereits im Vorfeld Kontakt zu spezialisierten Dienstleistern aufgenommen werden, um im Angriffsfall schnell zusätzliche Hilfe mit Expertise im Bereich Incident

Response zu erhalten. Auch Übungen für Ernstfallsituationen sind unerlässlich – nur dann kann gewährleistet werden, dass das Abwehrteam dem Angreifer voraus ist“, ist der Experte überzeugt. Ein Learning-by-doing sei für den Bereich Incident Response die schlechteste Lösung, da die Verfügbarkeit der Produktion, Firmengeheimnisse und vieles mehr auf dem Spiel stünden. Auch die gesetzlichen Anforderungen an die Reaktionszeiten sprechen für den Aufbau eines kompetenten Teams zum Umgang mit Cybervorfällen. Prof. T. Heer: „Für Zwischenfälle, in denen persönliche Daten von Kunden oder Mitarbeitern betroffen sind, gilt eine Meldezeit von 72h. Für Betriebe, die als kritische Infrastruktur eingestuft sind, muss eine Meldung an das Bundesamt für Sicherheit (BSI) unverzüglich, also ohne schuldhafte Verzögerung erfolgen“, erklärt er und meint deshalb: „In Anbetracht dieser sehr knappen Fristen und bei Beachtung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter – ein Wochenende hat 56 h – bleibt einem Unternehmen keine andere Wahl, als für den Ernstfall vorbereitetes Personal vor Ort zu haben.“

Fazit

Die beschriebenen technischen Lösungen werden von verschiedenen Unternehmen angeboten. Belden ist durch seine industriegerechten Netzwerkgeräte wie die Firewalls, Switches, Router und Access Points von Hirschmann Automation & Control GmbH sowie die Security-Lösungen des Schwesterunternehmens Tripwire, Inc. in der Lage, Netzwerk-, Log- Management- und SIEM-Systeme aus einer Hand anzubieten. Über die enge Kooperation mit Forescout Technologies Inc., Spezialist für Network-Access-Control-Lösungen, kann Belden zudem ein umfangreiches NAC-System einschließlich Pre-Connect- und Post-Connect-Checks sowie Asset-Management für Industrieanlagen aus einem Guss realisieren.

www.belden.com 

www.hirschmann.com

www.tripwire.com

www.forescout.com 

Lukas Wüsteney, Belden
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