Security und Gateways

Das Know-how aus zwei Jahrzehnten steckt in der 2. Generation der Anybus-Communicator (Quelle: HMS)
Als Beispiel nennt T. Döring die neuen Anybus-Gateways, bei deren Entwicklung ein klarer Fokus auf Cyber Security gelegen habe und unter anderem mit Secure Boot umgesetzt wurde. „Durch das sichere Hochfahren ist gewährleistet, dass die Firmware nicht manipuliert werden kann. Darüber hinaus lässt sich die Konfiguration mit einer Verriegelung direkt am Gateway sperren und vor unbefugtem Zugriff schützen“, berichtet er dazu. Außerdem wurde bei den neuen Gateway-Versionen dem Kundenwunsch entsprochen, immer größere Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit zu übertragen: „Sie ermöglichen einen transparenten Datenaustausch zwischen zwei industriellen Netzwerken und unterstützen eine Datenübertragung mit bis zu 1 500 Byte in beide Richtungen“, erklärt T. Döring. Als Drittes habe bei deren Entwicklung der Fokus auf Einfachheit gelegen. Diese wurde mit einer Web-basierten Konfigurationsoberfläche umgesetzt. „Für die Konfiguration sind weder zusätzliche Software noch spezielle Konfigurationsleitungen notwendig“, berichtet er.
Neu: Netzwerkdiagnose und -überwachung
Darüber hinaus wurde auf der Hannover Messe die Erweiterung des Anybus-Portfolios um Lösungen für die Netzwerkdiagnose und -überwachung vorgestellt. „Es war der nächste logische Schritt, für unsere Kunden sicherzustellen, dass ihre Kommunikation sicher und reibungslos funktioniert“, so T. Döring. Durch die Akquisition der auf Diagnose spezialisierten Firma Procentec wird das Portfolio aus seiner Sicht optimal ergänzt. „Außerdem können wir unsere Kunden nun auch bei der Netzwerkplanung aktiv unterstützen und ihnen die Möglichkeit einer vorausschauenden Überwachung bieten“, berichtet er. Ferner könnten Schulungen, wie Profibus oder Profinet Installer/Engineer, angeboten werden.
Konkret gibt es die Lösungen für Netzwerkdiagnose und -überwachung für klassische Feldbusse wie Profibus sowie für Industrial-Ethernet-Netzwerke. Zum Beispiel die Netzwerkdiagnose-Software Osiris, die Atlas-Familie zur permanenten Netzwerküberwachung, das Handheld-Netzwerkdiagnosegerät Mercury, eine Kombination aus Laptop und Tablet zur effizienten Fehleranalyse und -behebung, und die Überwachungsschnittstellen Ethertap für Ethernet-Netzwerke und ComBricks für Profibus.
Ausblick
HMS hat sich zum Ziel gesetzt, zu einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich der industriellen IKT zu werden. Zum aktuellen Stand sagt T. Döring: „Wir bieten unseren Kunden einen Großteil der am Markt verfügbaren industriellen Vernetzungsmöglichkeiten an – mit Fokus auf Fertigungs- und Gebäudeautomation. Mit unseren Lösungen können sie ihre Vernetzung einfach und sicher umsetzen. Dabei unterstützen wir sie mit unserem Know-how rund um die unterschiedlichsten Standard- bis hin zu proprietären Protokollen. Und mit unseren vier Marken decken wir heute ein breites Applikationsspektrum ab.“
Als ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zum IKT-Leader nennt er die noch stärkere Bekanntmachung der Gesamtkompetenz von HMS. Mit Blick auf die Fabrikautomation erklärt T. Döring: „Anybus ist die stärkste Marke unter dem Dach von HMS Networks. Unter der Marke Ixxat werden Kommunikationslösungen für Safety, Energy und Automotive-Test gebündelt. Die Produktmarke Ewon konzentriert sich als Experte für Remote-Konnektivität auf effektive und nachhaltige Fernwartungen, proaktive Fernüberwachung sowie die Datenintegration für Anwendungen von Drittanbietern. Mit der erwähnten Procentec-Kompetenz im Bereich Netzwerküberwachung decken wir alle Aspekte der industriellen Kommunikation ab – angefangen bei der Netzwerkplanung über den Betrieb bis hin zur Instandhaltung.“
Ausbaupotenziale sieht der deutsche Geschäftsführer zum Beispiel im Bereich Fernwartung und -monitoring. „Mit Cosy+ sind wir gut positioniert, wenn es um den Fernzugriff auf Maschinen bzw. Steuerungen geht. In Zukunft wollen wir unsere Kunden noch stärker beim Datenmanagement unterstützen, also Daten aus ihren Maschinen schnell an IT-Systeme übergeben.“