Eplan Lenze-Produktkonfigurator

Durch die direkte Anbindung des Lenze-Produktkonfigurators an die neue Eplan-Plattform findet der Kunde schnell sein gewünschtes Produkt. (Quelle: Lenze)

Wir bekamen den Auftrag der Geschäftsführung, am Frontend wettbewerbsfähiger zu werden“, erzählt Gerd Schüler, Senior Vice President, Process and Quality Management, rückblickend auf das Jahr 2016. Frontend-Optimierung bedeutete konkret: Der potenzielle Kunde sollte Produkte und digitale Services von Lenze wie selbstverständlich in seinen Workflow integrieren können. Die besondere Herausforderung war, dass einige Produkte und die dazugehörigen Stammdaten bzw. Dokumente usw. zu diesen „alten“ Produkten nicht für eine ­Digitalisierung geeignet waren. G. Schüler: „Es war sofort klar: Dafür mussten wir neue Wege gehen, die alles infrage stellten.“ Lenze ging dann so weit, neue, digitalisierbare Produkte zu entwickeln und die Stammdaten neu zu erzeugen.

Zwischenergebnis nach fünfjähriger „Neubauzeit“

Statt serverbasierter On-Premise-Lösungen mit begrenzten Speicher- und Rechenlösungen läuft jetzt, nach fünf Jahren, alles in der Cloud ab. Statt statischer Produktdatenhaltung mit immer neuer Datensatz-Erarbeitung und Pflege unzähliger Varianten setzt das Unternehmen auf ausgesuchte Informa­tionseinheiten mit hinterlegten Regelwerken. Statt sich weiter in die Abhängigkeit proprietärer Plattform-Lösungen einzelner Software-Anbieter zu begeben, bedient Lenze jetzt unter­ schied­liche Zielsysteme nach Wunsch und Bedarf. Informationen werden mittlerweile intelligent orchestriert. So erhalten Kunden inzwischen veritablen Mehrwert in Form kompletter Eplan-Datensätze, die sich in Sekunden erzeugen lassen. Endeten Unternehmensprozesse und -informationen früher security-bedingt an der eigenen Firewall, findet heute eine Vernetzung mit dem Rest der Welt statt.

Alles neu gebaut

Zu Beginn ging es darum, von der Produktentstehung bis zum digitalen Zwilling im Lifecycle alles am Kunden auszurichten. Gleichzeitig wollte man selbst über Generationen hinweg smarter werden. Damit standen die Fragen im Raum: „Wie werden Informationen aufgebaut? Wie lassen sie sich organisieren und strukturieren? Wie macht man Informationen so schlank in ihrer Bewirtschaftung, dass mit weniger Menschen weitaus mehr Leistung erbracht werden kann und man agiler wird?“ Denn geht es nach Taskforce-Leiter G. Schüler, war der Neustart bei Lenze weniger eine Frage der IT-Infrastruktur: „An der IT mangelt es nicht, man kann all das kaufen, was man möchte, aber das sind nur Werkzeuge.“ Schneller würden ­A nbieter und Kunde nur, wenn man Informationen strukturell als Standard verstehe und einen hohen Grad an Wiederverwendung realisiere.

Hier nennt er den Easy Product Finder (EPF), ein Online-Tool zur Suche, Konfiguration, Angebotsanfrage und Bestellung von Lenze-Produkten, als Beispiel. Der EPF ist wiederum vernetzt mit einem zentralen Informationsportal, in das Eplan ­Engineering Cofiguration (EEC) als Cloud-Service eingebunden ist. Bewirtschaftet wird der Konfigurator von der Eplan-Schwestergesellschaft German Edge Cloud – dem Namen entsprechend in der Cloud.

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