Die weltweite Fertigungsindustrie wird sich voraussichtlich im Jahr 2025 erholen und bis 2028 auf einem stabilen Niveau bleiben. (Quell: Interact Analysis)
Die globale Fertigungslandschaft wird laut Interact Analysis 2024 voraussichtlich nur um 0,6 % wachsen. Wie die neuesten Zahlen des Marktforschungsunternehmens zeigen, dürfte sie sich 2025 jedoch erholen. Die Experten gehen davon aus, dass mit Ausnahme von China die meisten Regionen in diesem Jahr einen leichten Rückgang verzeichnen werden, viele jedoch 2025 besser dastehen werden als aktuell erwartet.
In ihrem neuesten Manufacturing Industry Output Tracker (MIO) gehen die Experten von Interact Analysis davon aus, dass die Fertigungsindustrie bis 2028 voraussichtlich eine relativ stabile positive Entwicklung nehmen wird. Noch haben die Experten allerdings keine genauen Anhaltspunkte, woher die globale Erholung des verarbeitenden Gewerbes kommen wird und welche Wachstumsraten zu erwarten sind.
Trotz optimistischer Anzeichen für andere Regionen enthält die neueste MIO eine leichte Abwärtskorrektur für China im Vergleich zur vorherigen Prognose: von 2,8 % auf 2,4 %. "China als ,Fabrik der Welt' macht fast die Hälfte des gesamten ,manufacturing market value' aus, sodass jede weitere Reduzierung in diesem Land zu einem leichten Rückgang der globalen MIO-Zahl für 2024 führen kann", heißt es in einer Meldung.
Die Resilienz der Consumer in Verbindung mit langsam sinkender Inflation und Zinssätzen spornen die Ausgaben weltweit an, und die US-amerikanische Fertigung erholt sich. Die Halbleiterindustrie hat sich ebenfalls von ihrem Tief im Jahr 2023 erholt, was die Aussichten für Teile Südasiens verbessert, darunter Taiwan, Singapur und Südkorea.
Zudem gibt es Anzeichen für eine Erholung der Verbraucherausgaben, und die Lieferkettenprobleme nach Covid haben sich erheblich entspannt. Dennoch weisen verschiedene Wirtschaftsindikatoren laut Interact Analysis auf ein schwierigeres Umfeld für die Hersteller hin: "Alle vier großen europäischen Fertigungswirtschaften befinden sich in einem Abwärtszyklus, und die Stimmung für das Jahr bleibt düster. Positive Signale aus den USA könnten sich im weiteren Jahresverlauf durchaus auch in anderen Regionen zeigen, aber das ist noch nicht abzusehen", so die Experten.
Situation im Maschinenbau weiter schwierig
Obwohl sich die Gesamtaussichten für die Fertigung bis 2025 verbessern dürften, wird der Maschinenbau in einer etwas schlechteren Position gesehen. "Es gibt Unterschiede je nach Maschinentyp, aber zu den zugrunde liegenden Faktoren gehören anhaltend hohe Zinssätze, die den Preis für neue Maschinen in die Höhe treiben, und ein geringer Auftragseingang im letzten Jahr, der die aktuellen Produktionszahlen beeinflusst", wird berichtet.
Adrian Lloyd, CEO von Interact Analysis, sagt: „Die globalen Aussichten für die Fertigungslandschaft sind, gelinde gesagt, gemischt. Unsere Prognosen halten, aber es gibt keine klaren Anzeichen dafür, woher die Erholung kommen und wie stark sie sein wird. Daher werden wir genau beobachten, wie sich die Verbraucherzurückhaltung in China, eine stärker werdende US-Wirtschaft und globale Ereignisse auf die Bedingungen auswirken werden. In der neuesten Ausgabe unseres MIO-Trackers haben wir einige Details zu den Maschinenmärkten hinzugefügt und werden in den kommenden Ausgaben weitere Maschinensektoren abdecken. Der Maschinenmarkt scheint mit schwierigeren Bedingungen konfrontiert zu sein als die Fertigung insgesamt, da die globale Unsicherheit zu Vorsicht bei Investitionen in Ausrüstung führt.“
Details zu MIO
Der Manufacturing Industry Output Tracker quantifiziert den Gesamtwert der Fertigungsproduktion mit hoher Detailgenauigkeit – für über 102 Branchen in 44 Ländern und greift auf 15 Jahre historischer Daten zurück.