Die Strategien der Visionäre

Weitere Teilergebnisse der Studie geben Aufschluss darüber, wie sich die Unternehmen, die zumindest eine Vision für die Neuerfindung ihrer Produkte mithilfe von KI entwickelt und damit die zweite Stufe erreicht haben – das sind insgesamt 16 % der untersuchten Firmen –, von Wettbewerbern unterscheiden: Sie verfügen über die nötigen Strategien für gezielte Investitionen und den Aufbau von Ökosystemen mit dem Ziel, die für den maximalen Nutzwert von KI-Anwendungen nötigen Daten zu kaufen, zu verarbeiten und sicher zu speichern. Weiterhin wissen diese führenden Unternehmen genau, auf welche Bereiche sie sich konzentrieren müssen: 82 % der „Visionäre“ sehen eine verbesserte Kundenloyalität und ein tief greifendes Verständnis für die Nutzung von Produkten und Services beim Kunden als wichtigsten Vorteil an. Genauso viele Unternehmen erwarten durch höhere Sicherheitsstandards und intelligentere Lösungen und Dienste entscheidende Vorteile durch Künstliche Intelligenz für die Kunden.   

Diejenigen 5?% der untersuchten Unternehmen, die bereits in erheblichem Umfang die nötigen Ressourcen für die Umsetzung ihrer KI-Initiativen zur Verfügung stellen, fokussieren sich dabei gleichermaßen auf den Aufbau der technischen Voraussetzungen in der IT-Infrastruktur als auch die Schaffung der entsprechenden Fähigkeiten bei den Beschäftigten. Innerhalb dieser Gruppe sahen 91 % der Unternehmen Analytics und Kompetenzen bei der Systemintegration als entscheidende Hebel an; 64 % sagten, sie hätten ihr Geschäftsmodell zumindest teilweise durch die Integration von KI in Produkte und Dienste modifiziert. 

Gemeinsame Wege mit Partnern

Die KI-Vorreiter – das sind diejenigen 2 % der Fertigungsunternehmen, die bereits die vierte Stufe erreicht haben und KI-Technologien in großem Maßstab einsetzen – tun sich dadurch hervor, dass sie eng mit Partnern in Ökosystemen zusammenarbeiten, um die KI-Anwendungen zu identifizieren, die im Zusammenspiel mit anderen Anwendungen den größten Nutzen für den Kunden bringen. Dabei wollen die meisten Unternehmen auf KI-Lösungen, wie maschinelles Sehen (73 %), Deep Learning (64 %) sowie robotergesteuerte Prozessautomatisierung (64 %), setzen.  

„Die Ergebnisse legen nahe, dass es einen engen Zusammenhang zwischen einer ganzheitlichen und gut geplanten Strategie sowie der erfolgreichen Nutzung von KI-Technologien gibt”, so Raghav ­Narsalay, Managing Director und verantwortlich für den Bereich Indus­try X.0 Research bei Accenture. „Drei Viertel der Unternehmen, die wir untersucht haben, befinden sich in der Experimentierphase und gehen dabei nach dem Gießkannenprinzip vor. Dies wird sich in der nahen Zukunft sehr wahrscheinlich ändern – und dann werden mehr Unternehmen dazu übergehen, ihre Produkte mithilfe von KI neu zu erfinden.”   

Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Vorgehensweisen

Die Ziele und die Geschwindigkeit bei der Umsetzung sind jedoch je nach Branche unterschiedlich. So gaben 65 % der befragten Automobilhersteller an, dass sie mit KI vor allem neue Gewinn- und Umsatzquellen erschließen wollen. Bei den Industrieausrüstern erhoffen sich 42 % hingegen, dass KI zu neuen Herangehensweisen bei Innovationen führt. Und die Schwermaschinenhersteller erwarten durch die Technologie hauptsächlich einen größeren Umsatz mit PLM-Lösungen sowie verbesserte Marketingstrategien.

www.accenture.de

OA Redaktion
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