Mit den digitalen Fabriklösungen von Autodesk können Unternehmen ihre Fabrik von Anfang an für eine optimale Fertigung planen. (Quelle: Autodesk)
Die Vorteile von KI liegen auf der Hand: Sie übernimmt Routinen, analysiert riesige Datenmengen in Sekundenbruchteilen und unterstützt bei Entscheidungen durch datenbasierte Empfehlungen. In der Fertigung bedeutet das, dass Produktionspläne dynamisch an Nachfrageänderungen angepasst, Materialflüsse optimiert und Engpässe in Echtzeit erkannt werden können. Während klassische Planungswerkzeuge nach starren Regeln arbeiten, ist KI lernfähig: Sie verbessert ihre Prognosen, je mehr Daten sie verarbeitet.
Beispielhaft zeigt sich dies in der Produktionsplanung: Früher planten erfahrene Disponenten aus historischen Daten und ihrem Bauchgefühl heraus. Heute kann KI Prognosen erstellen, die Absatztrends, Lieferverzögerungen oder Energiepreise berücksichtigen.
Auch die Qualitätssicherung profitiert von KI, zum Beispiel indem Machine-Vision-Systeme Abweichungen im Produktionsprozess in Echtzeit erkennen, wodurch sich Fehler bereits im Entstehungsprozess beheben lassen. Dadurch sinken Ausschuss und Nacharbeit und die Produktqualität steigt. Gerade in hochregulierten Branchen, wie Automotive oder Medizintechnik, ist dies ein entscheidender Vorteil.
Ein weiterer Treiber ist das Thema Nachhaltigkeit: Energieintensive Prozesse können durch intelligente Steuerung in Zeiträume mit geringerer Grundlast verlagert und Material-kreisläufe optimiert werden. Mittels KI lassen sich zudem Szenarien zur Reduzierung von CO2-Emissionen durch alternative Fertigungsmethoden berechnen. Damit gewinnt das Thema Nachhaltigkeit neben seiner gesellschaftlich hohen Relevanz für Betreiber an Attraktivität, weil es zusätzlich zu einem Hebel für Kostenreduktion und neue Geschäftsmodelle wird.
Vielfältiges Lösungsangebot
Autodesk widmet sich seit vielen Jahren diesen Herausforderungen und stellt seinen Kunden ein umfassendes Angebotsspektrum bereit. Über die Plattform Autodesk AI bringt es beispielsweise Clouddienste und Sicherheitsstandards in die Branche. Die intelligenten Industry-Clouds Fusion und Forma vernetzen Daten, Menschen und Prozesse entlang des Produktlebenszyklus und schaffen sichere Rahmenbedingungen für KI-Analysen. Die Vision dabei ist, dass KI reale Probleme löst, den Menschen ergänzt und auf soliden, industriefokussierten Modellen basiert.
In der Praxis lassen sich etwa mit Autodesk Forma bereits in der frühen Standort- und Fabrikplanung verschiedene Szenarien hinsichtlich Energieverbrauch, Gebäudeausrichtung oder Materialeinsatz simulieren. So können Unternehmen sicherstellen, dass Effizienz und Nachhaltigkeit von Anfang an wesentlicher Bestandteil ihres Fabrikdesigns sind. Ergänzt wird dies durch die Fusion-Plattform, die Ressourcendaten und Produktionsprozesse in Echtzeit integriert und so Transparenz über Energieflüsse, Auslastung und Materialverbrauch schafft.
Die Hürden von KI in der digitalen Fabrik
So vielversprechend die Möglichkeiten sind, die Realität ist komplex. KI benötigt Daten, und zwar in hoher Qualität, konsistent und in Echtzeit. In vielen Fabriken liegen diese Daten fragmentiert in Silos: Maschinen liefern unterschiedliche Formate, ERP-Systeme sind nicht angebunden, Sensoren fehlen oder sind veraltet. Hinzu kommt, dass Industriedaten in vielen Unternehmen aus Sicherheits- und Wettbewerbsgründen noch immer vertraulich behandelt werden und deshalb nicht für KI-Trainingszwecke zur Verfügung stehen. Hier setzt Autodesk mit seinen Platform-Services an: Sie schaffen einen geschützten Rahmen, in dem relevante Informationen sicher zusammengeführt, strukturiert und KI-gestützt genutzt werden können.