Am 13. Juli hat Kontron den Startschuss für die Fertigung von 5G Automotive Network Access Devices (NAD) und 5G Industrial M.2-Modulen in Düsseldorf gegeben. Anwesend waren auch Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. (Quelle: Kontron)
„Nordrhein-Westfalen ist ein starker Industriestandort und ein bedeutender Treiber für die digitale Transformation. Kontron investiert hier in Düsseldorf nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die technologischen Unabhängigkeit, Datensouveränität, Datensicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht kommen hier zusammen – ein starkes Symbol für Zukunftstechnologie made in Germany“, sagt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Die industrielle Fertigung von 5G-Schlüsselkomponenten in Deutschland ist ein wichtiger Schritt für die digitale Souveränität Europas. Projekte wie dieses zeigen, wie Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht zusammenwirken können, um zukunftsfähige Technologien im eigenen Wirtschaftsraum zu verankern und damit Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu sichern und auszubauen", so Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
Kontron ist nach eigenen Angaben weltweit der einzige Hersteller, der diese Module in Europa entwickelt und in Deutschland produziert – von der Forschung am Berliner Standort bis zur industriellen Serienfertigung in Düsseldorf. Durch den strategischen Ausbau des Standorts will das Unternehmen die Resilienz seiner Lieferketten stärken und strategische Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern reduzieren, die den Weltmarkt für Kommunikationsmodule dominieren.
Made in Germany
Wie Kontron berichtet, kommen 5G-Kommunikationsmodule in intelligenten Fabriken, vernetzten Fahrzeugen, Energiesystemen, medizinischen Geräten, kritischen Infrastrukturen sowie zahlreichen Anwendungen des Industrial Internet of Things (IIoT) zum Einsatz. Nach eigenen Angaben ist Kontron im Bahnsektor der einzige Anbieter, der funktionsfähige Module für FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) anbietet, "den künftigen europaweiten 5G-basierten Kommunikationsstandard für den Schienenverkehr". Mit der neuen Produktionslinie will das Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, um die wachsende Nachfrage nach sicheren 5G- und künftigen 6G-Kommunikationslösungen aus europäischer Hand zuverlässig zu bedienen.
„Mit dem Aufbau der 5G-Produktion in Düsseldorf setzen wir ein klares Zeichen für ‚Made in Germany' und für eine starke europäische Technologiebasis", erklärt Christoph Caselitz, Executive Vice President Automotive bei Kontron und verantwortlich für den Standort Düsseldorf. „Die Kombination aus Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf ermöglicht kurze Innovationszyklen, hohe Qualitätsstandards und eine zuverlässige Versorgung unserer Kunden."
Details zum Standort Düsseldorf
Die Kontron Automotive GmbH beschäftigt in Düsseldorf rund 120 Mitarbeitende und blickt auf eine über 40-jährige Tradition in der Fertigung elektronischer Baugruppen zurück. Das Unternehmen verfügt über moderne, hochautomatisierte Fertigungslinien auf einer Produktionsfläche von rund 3.700 m² sowie 2.000 m² Lagerfläche. Für das Jahr 2026 ist die Fertigung von rund 15 Millionen PCBA-Baugruppen und über einer Million ECUs geplant. Diese Kapazität soll die Grundlage für die zuverlässige Serienversorgung mit 5G-Modulen bilden.