Simone Farruggio von Mitsubishi Electric sieht neue Markttrends auch in neuen Einsatzfeldern wie in der Film- und Werbeproduktion. (Quelle: Mitsubishi Electric)
Die Anforderungen an moderne Filmproduktionen sind hoch. Kamerabewegungen müssen präzise, wiederholbar und exakt synchronisierbar sein. Eigenschaften, die seit Jahren zu den Kernkompetenzen industrieller Robotik gehören.
In den Motion-Control-Systemen von Moviechrome übernehmen Mitsubishi Electric Roboter die Steuerung komplexer Kamerafahrten. Bewegungsabläufe können exakt programmiert und beliebig oft reproduziert werden. Neben der eigentlichen Kamerapositionierung lassen sich weitere Parameter wie Fokus und Zoom in die Bewegungssteuerung integrieren. Dies ist insbesondere bei Stop-Motion-Aufnahmen, Spezialeffekten und Highspeed-Sequenzen von entscheidender Bedeutung.
Präzise Synchronisation für virtuelle Produktion und Spezialeffekte
Neben der hohen Wiederholgenauigkeit profitieren Filmschaffende von der Fähigkeit der Roboter, Bewegungsabläufe mit weiteren Systemen zu synchronisieren. Dazu gehören beispielsweise LED-Wände, Beleuchtungssysteme oder virtuelle Produktionsumgebungen. Die präzise Abstimmung aller Komponenten ermöglicht reproduzierbare Szenen und eröffnet ganz neue kreative Möglichkeiten bei gleichzeitig hoher Effizienz. Gerade im Bereich Virtual Production gewinnen solche Technologien zunehmend an Bedeutung, da reale und digitale Inhalte nahtlos miteinander verbunden werden.
Robotik erweitert Einsatzfelder außerhalb der industriellen Automation
„Die neuesten Markttrends zeigen, dass die Robotik zunehmend in Anwendungsbereiche außerhalb der Industrie vordringt“, erklärt Simone Farruggio von Mitsubishi Electric. „Deshalb beschäftigen auch wir uns mit neuen spannenden Einsatzfeldern, in denen Roboter einen hohen Mehrwert bieten können, etwa in der Film- und Werbeproduktion.“
Moviechrome entschied sich für Mitsubishi Electric, weil das Unternehmen nicht nur passende Robotertechnologie bereitstellt, sondern das Projekt auch fachlich begleitete. Von der ersten Idee über die Auswahl der Komponenten bis zur Umsetzung der anspruchsvollen Anwendung standen Experten mit technischem Know-how zur Seite. Der eigentliche Star aber ist der eingesetzte vertikale Knickarmroboter der MELFA FR-3FRL-D Reihe. Mit hoher Bahnpräzision, Dynamik und Wiederholgenauigkeit steuert der 6-Achs-Roboter auch komplexe Kamerabewegungen sicher und zuverlässig in unmittelbarer Nähe des Filmteams. Ein schönes Beispiel dafür, wie sich industrielle Robotik erfolgreich auf neue Märkte übertragen lässt. Was ursprünglich für Fertigung und Montage entwickelt wurde, unterstützt heute auch Kreativität und Kunst.