Neuron Smart Engineer vereint Safety-Engineering, moderne Entwicklungsumgebung und KI-Assistenz. (Quelle: Neuron Automation)
„Unsere Kunden fragen sich nicht mehr, ob sie moderne Entwicklungsprozesse in Safety-Projekten einsetzen wollen. Sie fragen sich, warum ihre bisherigen Tools das nicht können“, sagt Michael Plankensteiner, CEO von Neuron Automation. „Mit dem Smart Engineer liefern wir die Antwort."
Mit dem Neuron Smart Engineer bietet das Unternehmen nun eine Engineering-Umgebung für funktionale Sicherheit, die sich an den Workflows moderner Softwareentwicklung orientiert. Gleichzeitig werden nach Unternehmensangaben alle normativen Anforderungen bis SIL 3 (IEC 61508) und ASIL C (ISO 26262) erfüllt. "Das Tool ist T3-qualifiziert, unterstützt Safe- und Non-Safe-Entwicklung in einer gemeinsamen Umgebung und lässt sich um beliebige Sprachen und Werkzeuge erweitern", so die Experten.
Das Tool baut auf dem bewährten Backend des Neuron Power Engineer auf, inklusive zertifiziertem Compiler-Prozess und qualifizierter Bibliotheksstruktur. Ergänzt wird dieses um ein modernes webbasiertes Frontend mit offener Visual Studio Code Extension-Architektur. "Dabei können Entwickler bekannte Werkzeuge und Sprachen direkt einbinden – von Python-Scripting über Hochsprachenunterstützung bis zu kunden- und domänenspezifischen Extensions", wird berichtet.
Der Neuron Smart Engineer bildet dabei die technologische Grundlage für DevOps-fähiges Safety-Engineering: Alle Projektdateien liegen in einem offenen, textbasierten Format vor, sodass sie lesbar, versionierbar und kompatibel mit jedem gängigen Versionskontrollsystem sind. Über die integrierte Command-Line-Schnittstelle lassen sich Safety-Applikationen in automatisierte Build-Pipelines einbinden und im Headless-Betrieb bauen. IEC-61131-3-Sprachen (ST, FBD, Ladder) sind ebenso enthalten wie C/C++ für die Implementierung von POU und Legacy-Code-Integration. Ein integriertes Unit Test Framework inklusive PLC-Simulator ermöglicht frühes Testen ohne Hardware.
KI als Engineering-Werkzeug
Mit der integrierten KI-Erweiterung Transforma, entwickelt im Rahmen des FFG-Frontrunner-Projekts „Neuron Transforma“, geht Neuron einen Schritt weiter. Transforma generiert direkt aus strukturierten Sicherheitsanforderungen lauffähigen Structured-Text-Code, wandelt diesen optional in FBD-Darstellungen um, erzeugt Testfälle und unterstützt bei der Fehleranalyse im Code. Dies alles geschieht eingebettet in die gewohnte Engineering-Umgebung.
„Was einen Safety-Ingenieur heute Stunden oder Tage kostet – Code, Tests, Dokumentation – entsteht künftig in Minuten. Die Verantwortung bleibt dabei beim Menschen“, sagt Robert Mühlfellner, CTO von Neuron Automation.
Transforma unterstützt sowohl Online- als auch Offline-LLM und lässt sich damit auch in geschlossenen Produktionsumgebungen ohne Cloud-Anbindung betreiben – ein entscheidender Faktor für sicherheitskritische Industrien.
Einsatzmöglichkeiten
Der Neuron Smart Engineer kann auf Desktop-Systemen, Servern oder in Cloudumgebungen betrieben werden. OEM-fähige White-Label-Optionen inklusive Custom Branding, rollenbasierter Zugriffssteuerung und anpassbarer Benutzeroberfläche erlauben die nahtlose Integration in bestehende Produktökosysteme.